Jesus.de hegt und pflegt Vorurteile gegen Heimschule. Hier eine Reaktion von mir auf Rolf Krügers Blog. Ich weiß nicht, warum dieser Blog auf einer angeblich christlichen Seite existiert. Die Standpunkte entsprechen einem bibelfremden, politisch korrekten Weltbild.
Also die Verknüpfung von "christlichen Schulverweigerern" und Islamisten ist ziemlich weit hergeholt. Es geht einfach nur um Bildungsfreiheit, Glaubens- und Gewissensfreiheit. Diese Freiheit steht in unserer entchristlichten Gesellschaft unter Beschuß durch einen Obrigkeitsstaat, der die Hoheit über die Kinderbetten beansprucht und die Eltern fast überflüssig gemacht hat. Darum werden bewährte Elternrechte durch das Trojanische Pferd "Kinderrechte" ersetzt, die ja nun ein Blankoscheck für x-beliebige staatliche Interventio ist. Das endet dann so wie im Fall Melissa Busekros, wo ein 15jähriges christliches Mädchen von einem Dutzend Polizisten und Sozialarbeitern im Auftrag des Jugendamts zwangsweise abgeholt und in eine Psychiatrie gezwängt wird. Hier reißt der Staat mitwillig Familien kaputt. Wie lieblos und rücksichtslos. Aber Piefke will seine braune Schulbesuchspflicht auf Biegen und Brechen durchsetzen. Dabei soll Piefke mal lernen, sein eigenes Schulgesetz zu achten. Da steht, daß Ehrfurcht vor Gott oberstes Erziehungsziel in den Schulen ist. An welcher Schule ist das heute noch Realität? Ausnahmen bestätigen die Regel. Melissa Busekros ist selbständig zu ihrem 16. Geburtstag nach Hause gegangen. Das war die Blamage für das Erlanger Jugendamt, das böswillig versuchte, sich in eine Familie einzumischen und gläubige Christen als psychisch gestört darzustellen. Erlangen, nein danke! Wenn man betrachtet, wieviele Bildungswerke in den USA Lehrmaterialien anbieten für Heimschule, dann sieht man, daß es sich lohnt, Heimschule zu legalisieren, damit Eltern-Lehrer die besten Ressourcen für Heimschule bekommen. Es ist schade, daß so viele Deutsche diesen Zug verpassen oder dafür bestraft werden, wenn sie doch einsteigen. Man kann sich aus mangelnder Sachkenntnis noch so sehr über Heimschule lustig machen, aber es ist jetzt Zeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Bildungsfreiheit zu realisieren, damit sich deutsche Behörden nicht noch mehr blamable Patzer (Paderborn, Zwölf Stämme, Hessen, Hamburg etc.) leisten.
Rolf Krüger hegt und pflegt zwei der größten Vorurteile gegen Heimschule.
1. Die Sache mit der Integration:
Krüger schreibt: "Mit jedem Schritt, den sie aus christlichen Motiven auf ihrem Weg hin zum Homeschooling erkämpfen, torpedieren sie gleichzeitig die jahrelangen Bemühungen um Integration der Einwanderer und die Eindämmung der gesellschaftsfeindlichen Kräfte, die es unter den muslimischen Mitbürgern leider immer noch gibt."
Krüger unterstellt eine Verbindung zwischen Homeschooling und Islamismus. Diese Verbindung ist das Produkt einer Langstrecken-Phantasiereise. Anders gesagt: Integration wird niemals stattfinden, solange die Schulpflicht mit vierstelligen Zwangsgeldern, Beughaft, Polizeieinsätzen, Zwangszuführung, Kontosperrung, Zwangsvollstreckung oder Sorgerechtsentzug den Bürgern aufgedrängt wird, ohne daß deren Überzeugungen geachtet werden. Man kann auch nicht alles integrieren und vermischen. Wenn ich manche Chemikalien zusammenmische, dann gibt es keine harmonische Integration sondern eine chemische Reaktion, die zu einem großen Knall führt. Das habe ich in öffentlichen Schule im Chemieunterricht bei Experimenten am Bunsenbrenner gelernt. Die politisch korrekte Einbildung von Integration ist ein Phantasieprodukt fernab der Realität. Eine durch Zwang herbeigeführte Integration nach dem Motto "Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein" lehne ich konsequent ab. Ich will nur ein ruhiges und stilles Leben in Gottseligkeit und Ehrbarkeit. 1. Timotheus 2:1,2. Mehr nicht aber auch nicht weniger.
2. Die Sache mit dem Salz in der Suppe
Ein weiteres Vorurteil, das Rolf Krüger gegen die Homeschooler hegt, ist der Mythos von den christlichen Kindern als das Salz der Erde und das Licht der Welt an den öffentlichen Schulen. Die Wahrheit ist: Die Welt missioniert die Kinder schneller, als daß die christlichen Kinder die Welt missionieren. Rolf Krüger lamentiert: "Auch wenn mit dem Zusammenscharren der aktiven Christen in separaten Bildungsstätten natürlich wieder Salz in der Suppe der glaubensfernen Gesellschaft verloren geht." Wenn Krüger wirklich daran interessiert ist, daß das Salz in der Suppe bleibt, dann möchte ich fragen: Wieviele Deutschland-Missionare unterstützt seine Gemeinde? Was tut er persönlich zur Verbreitung des Glaubens? Treibt er irgendeine Form der Evangelisation? Verteilt er z. B. Traktate? Predigt er öffentlich? Steht er an viel befahrenen Straßen mit einem Bibelvers-Banner oder Sandwich-Schild? Es ist einfach, die Verantwortung für den Missionsbefehl auf die Kinder abzuschieben. Hier ist die Wahrheit: Viele Kinder in jungen Jahren sind noch nicht bekehrt und sind daher noch nicht von neuem geboren. Sie sind noch nicht verantwortlich vor Gott. Diese Kinder müssen gelehrt werden (5. Mo. 6:7, vermahnt werden (Eph. 6:4), gewöhnt werden (Spr. 22:6) und von Kind auf die Schrift wissen, die sie zur Seligkeit unterweisen durch den Glauben an Christum Jesum (2. Tim. 3:15). Geschieht das auch so? Wie könnnen sie dann von Kindern erwarten, daß sie das Salz der Erde und das Licht der Welt sind, wenn sie noch nicht einmal die Grundlagen des Glaubens verstehen und selber noch nicht aus freiem Entschluß sich Jesus Christus hingegeben haben? Ich wollte erst dann öffentlich für Jesus zeugen, nachdem ich durch Gottes Gnade gerettet wurde. Vorher hätte ich nicht von Jesus zeugen können, denn ich kannte ihn nicht. Ich kann nicht von etwas zeugen, das ich nicht erfahren haben. Dann wäre ich ein falscher Zeuge.
Nur die Kinder und Jugendlichen, die Jesus Christus als ihren Herrn aufgenommen haben und von neuem geboren sind (Joh. 1:12,13) können wirklich dafür sorgen, daß das "Salz in der Suppe bleibt", sofern sie dem Wort Gottes gehorchen. Das können sie aber nicht von jedem neugeborenen Kindlein im Glauben (1. Pe. 2:2, Heb. 5:11-14) erwarten. Wer gerade erst an Christus gläubig geworden ist, kann meist nicht gleich einen Biologielehrer über die Wahrheit der Schöpfung aufklären und eien Vortrag über die Sintflut halten. Als ich gläubig wurde, war ich in der 12. Klasse. Da war die Schule fast vorbei. Ich hatte fast null Bibelkenntnis. Ich habe oft biblische Überzeugungen in meine Aufsätze fließen lassen, in den Freistunden in der Euskirchener Innenstadt Traktate anonym verteilt. Was eher für Jesus zeugte, waren nicht die Dinge, die ich getan habe, sondern vielmehr die Dinge, die ich nicht getan habe: Ich meidete Parties, Kliquen und Diskotheken. Aber ich war ein damals ein geistliches Riesenbaby und bin gestrauchelt, weil ich als Christ allein war. Es hat ein ganzes Jahr gedauert, bis daß ich erst einmal Kontakt zu anderen Christen bekam. Je reifer und tadelloser ein gläubiger Schüler ist, desto mehr kann er im Glaubenskampf an den Schulen ausrichten. Andernfalls ist dieser Kampf zu hart und man wird verwundet.
Deshalb lehrt die Bibel Absonderung. Man kann das Heilige nicht bewahren, indem man es mit dem Unheiligen vermischt. Deshalb sollten Kinder nicht in eine öffentliche Schule gesteckt werden, wo sie schon in zartem Alter mit dem Schmutz einer sündigen Welt konfrontiert werden, ihre Unschuld verlieren und von dann von der Sünde verführt werden und seelischen Schaden zugefügt bekommen, der sich auf die Ewigkeit auswirkt. Kinder sollen ohne unheilige Optionen aufwachsen,damit in ihnen ein gesunder Apetit für das Gute erweckt wird, und damit sie einfältig auf Gott fixiert werden, so daß sie dann später nicht vom Weg Gottes ablassen. So wird viel eher gewährleistet, daß das "Salz in der Suppe" anstatt wehlose Kinder in der Grundschule oder Unterstufe mit Sexualverziehung und Aufhetzung gegen Bibel und Glaube zu verführen.
Freitag, 13. Juli 2007
Aufräumaktion für Vorurteile
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