Entlang vielen Autobahnen in Deutschland gibt es die sog. Autobahnkirchen, die von den Amtskirchen als “Orte der Stille u. Ruhe” angeboten werden. Dazu zählt auch die evangelische Dorfkirche von Waldlaubersheim an der A61 in Rheinland-Pfalz. Sie liegt im Kern dieses sehr schönen und urigen Dorfs direkt an der Autobahn. Diese Autobahnkirche habe ich vor kurzem einmal besucht. Ja, man findet eine anonyme Stille und Ruhe abseits der Eile auf der Autobahn. Aber findet man etwas über das Evangelium? Erfährt man etwas über den Glauben an Jesus Christus? Nein. Lediglich ein Kreuz an der Wand erinnerte daran, daß dieser Ort wirklich etwas mit Jesus Christus zu tun hat, der Sein Leben am Kreuz gab, um dort die Strafe für unsere Sünde auf sich zu nehmen, um uns Vergebung der Sünden und ewiges Leben zu schenken. Wer die Kirche betritt, sieht links ein Regal mit Material für die Autobahnkirchenbesucher. Nicht eine Schrift hatte etwas mit dem Glauben an Jesus Christus zu tun. Nirgendwo wurde der Heilsweg oder die Schritte zu Bekehrung und Wiedergeburt erklärt. Stattdessen fand ich dort einige Schriften zum Thema “Sexualberatung u. Schwangerschaftskonfliktberatung”, worin natürlich auf eine Institution hingewiesen wurde, die nicht biblische Familienwerte verkündigt, sondern Tötungslizenzen für ungeborene Kinder ausstellt und gottlose feministische Propaganda verbreitet. Stellen Sie sich das einmal vor: Da komme ich in eine evangelische Autobahnkirche, und das erste, was ich sehe, ist ein Wegweiser zur Tötung ungeborener Kinder. Im Gegensatz dazu sagt Jesus: “Ich bin kommen, daß sie das Leben und völle Genüge haben sollen.” Joh. 10:10. Warum geht eine “christliche Kirche” hin und fördert diesen gottlosen, kinderfeindlichen, “fortschrittlichen” Lebenswandel?
Diese sog. “Beratungsstellen” haben ja den Rat der Bibel längst verworfen, denn die Wahrheit über biblische Werte wie Keuschheit, Enthaltsamkeit, Warten bis zur Ehe, Ehe im Herrn, Unterordnung der Frau, Hauptschaft des Mannes usw. wird vorenthalten. In diesen politisch korrekten Beratungsstellen wird ja nicht wirklich auf die Gefahren und die Brutalität von Abtreibung hingewiesen. Es wurde vorgeschlagen, daß man auf Zigarettenpackungen in Zukunft per Gesetz schockierende Fotos von den gesundheitlichen Schäden des Rauchens aufdruckt, um den Raucher vom Kauf abzuschrecken. Warum veröffentlicht man nicht einmal die Fotos von den bei Abtreibungen getöteten und zerstückelten Babyleichen, um von Schwangerschaftsabbrüchen (= Kindestötungen im Mutterleib) abzuschrecken?
Als ich diese Abtreibungsbroschüren in der Autobahnkirche sah, nahm ich sie aus dem Regal heraus und vernichtete sie und plazierte dort einige bibeltreue Traktate mit dem Zeugnis von der Bekehrung einer Frau, die darin schildert, wie sie aus einem sündigen Leben herausfand und bei Jesus Christus Vergebung fand. Da wo Menschen zu Jesus Christus umkehren, braucht man solche Beratungsstellen nicht mehr, denn wer Jesus nachfolgt, folgt dem Rat des Wortes Gottes. Das Wort Gottes, das uns in der Bibel offenbart ist, ist die entscheidende und höchste Autorität in der Gemeinde und im Leben eines jeden einzelnen Christen.
In dieser Autobahnkirche lag auch ein Anliegenbuch aus, in dem die Besucher persönliche Gebetsanliegen eintragen konnten. Darin schrieb ich u. a.: “Auch danke ich dem Herrn dafür, daß ich das Evangelium hören durfte, und daß ich aus Gnade gerettet wurde durch den Glauben an Jesus Christus, dessen Blut mich von meiner Sünde reinigt (1. Joh. 1:7). .... Bitte beten Sie auch für die Legalisierung und Anerkennung von Heimschule ... Preis den Herrrn.” Es war mal nötig von der Rettung zu sprechen, denn das ist ja eigentlich das Allerwichtigste. Christus ist gekommen, um Sünder zu retten (1. Tim. 1:15) und nicht um Beratungsstellen und Sozialstationen einzurichten. Welche Antworten würden die Kirchen von heute liefern, wenn jemand wie in Apg. 16:30 fragt: “Liebe Herren, was soll ich tun, daß ich selig werde?” Wenn man doch eine Autobahnkirche aufmacht, und Leute von überall kommen dran vorbei, dann sollte man diese Leute doch auf Jesus Christus aufmerksam machen, denn Jesus ist der einzige Weg zum Vater im Himmel, denn ohne Jesus sterben die Menschen in ihren Sünden und sind verloren und enden in einer ewigen Qual in der Hölle. Gott hat kein Gefallen am Tod des Sünders, aber den Kirchen von heute scheint es zu Gefallen, die Wahrheit über Gericht, Tod, Hölle, Ewigkeit, das Sühnopfer Jeus am Kreuz, Errettung des Sünders vorzuenthalten, und die Menschen sind verführt und verblendet (2. Kor. 4:4) und halten sich für Christen und wissen noch nicht einmal, was Jesus wirklich für sie tat. Ebenso wichtig war es, die Legalisierung von Heimschule (Homeschooling) in Deutschland um konkreten Gebetsanliegen für die dortigen evangelischen Christen zu machen, denn bisher haben sich die großen Kirchen in Deutschland geweigert, biblische Standpunkte zu Familie, Kindererziehung und Bildung zu vertreten und haben stattdessen blindlings und unkritisch dem gottlosen Zeitgeist nach dem Mund geredet.
In der Autobahnkirche lag nicht eine einzige Bibel für die Besucher zum Lesen aus. Scheinbar will man den Besucher einer solchen evangelischen Autobahnkirche davon abhalten, dieses unliebsame, fanatische, fundamentalistische Buch aufzuschlagen, das einem den Spaß verdirbt und einem die eigenen Sünden vorhält. Dabei gibt doch genügend neue Bibelversionen, in denen der Wahrheitsgehalt so verringert wurde, daß fast nichts vom Wort Gottes übrigbleibt. Eine ordentliche Lutherbibel (1545) wird doch kaum noch gedruckt. Dabei hat Gott Luther und die Reformation doch so gebraucht, um Sein Wort zu bewahren (Ps. 12:6,7) und die Menschen aus dem finsteren bibellosen Mittelalter herauszuführen, in dem die wahren Christen oft blutig verfolgt und als Ketzer und Hexen verurteilt wurden. In einer christlichen Gemeinde muß die Bibel die Hauptsache sein, denn wer oder was sonst ist die gültige Richtschnur für den Glauben? In Gottes Haus zählt Gottes Wort. Was nützt eine bibellose Kirche? Was nützt dummes Salz? Markus 9:50.
Anstatt einer Bibel fand ich in der Autobahnkirche Informationsmaterial zur “Presbyterwahl”. Dieses Wählen in der Gemeinde macht mir Angst. Immer wenn Kirchen und Gemeinden Versammlungen einberufen und “Politik” spielen, dann wird Jesus Christus außen vor gelassen. Eine bibeltreue Gemeinde ist eigentlich keine Demokratie, wo jedes Amt gewählt wird, sondern eine Theokratie. Die Gemeinde ist Gottes Haus und der Leib Christi. Christus ist das Haupt der Gemeinde. Ansonsten haben Älteste (Pastor) die Aufsicht in der Gemeinde und haben wohl vorzustehen. Der Pastor ist sozusagen der Kirchenvorstand. Ich weiß nur eins: Gemeindeglieder haben ihren Vorstehern zu gehorchen und zu folgen. Wenn sie meinen, das nicht tun zu können, dann sollen sie nicht den Fehler machen und in der Gemeinde Zwietracht und Spaltung sähen, sondern sich eine andere Gemeinde suchen, wo sie gehorchen und folgen können. Heb. 13:7,17. In die Informationsschriften zur “Presbyterwahl” habe ich dann ein Traktat mit dem Titel “Gibt es eine Hölle?” eingelegt, um die nächsten Besucher dieser Kirche an die wesentlichen Fakten des Glaubens zu erinnern. Sehr oft habe ich festgestellt, daß sich hinter all dem Wählen und Politisieren in den Kirchen ein Geist der Rebellion gegen Gott versteckt.
Mittwoch, 5. September 2007
Evangelium in der Autobahnkirche
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Evangelium
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