Sonntag, 28. Oktober 2007

Kinder wollen keine Krippen

Fremdbetreuung
Von Daniela Niederberger

Landauf, landab werden Loblieder auf Kinderkrippen gesungen. Zu Recht? Psychiater melden Zweifel an der Fremdbetreuung an. In den ersten drei Lebensjahren seien Kleinkinder unbedingt auf ihre Mütter angewiesen. «Wenn es ein Kind zu Hause gut hat, dann ist die Krippe schlechter.» Bild: Steve Wisbauer (Digital Vision) Eine der häufigsten Fragen, die eine werdende Mutter zu hören bekommt, lautet: «Hast du schon einen Krippenplatz?» Früher mochte man eine Schwangere gefragt haben, ob sie sich aufs Baby freue, die Kleidchen schon parat habe. Heute sind sich alle einig, dass das Neugeborene nicht nur einen Stubenwagen und Strampler braucht, sondern auch die Anmeldung für die Krippe. Mit «Ungeborene in der Warteschlaufe» überschrieb der Tages-Anzeiger in anklagendem Ton einen Artikel, in dem es um die vielen Babys ging, die vergeblich auf einen Betreuungsplatz warteten. In der Schweiz herrscht seit den neunziger Jahren eine wahre Krippen-Euphorie. Jede Gemeinderätin und jeder Firmenchef fordert mehr Krippenplätze, das gilt als «familien- und frauenfreundlich». Die Kinder ein paar Tage die Woche weggeben stellt mittlerweile schon fast den Normalfall dar. Eine Frage liest man so gut wie nie: Ist es gut, wenn Babys und kleine Kinder fremdbetreut werden? Oder schadet es? Finden Kinder die Krippe toll?«Krippen sind etwas, was Kinder nicht wollen», sagt der deutsche Verhaltensbiologe Joachim Bensel. Er forscht seit vielen Jahren zu den Themen «kindliche Entwicklung» und «Kinderbetreuung». «In den ersten drei Jahren sind Krippen nicht sinnvoll», glaubt Otto Eder. Er ist ehemaliger Co-Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychologie. Natürlich gebe es Notfälle, wo es nicht anders gehe. Aber grundsätzlich sei es gut, wenn die Mutter mit ihren Kindern sein könne oder der Vater. Dieter Bürgin war lange Jahre Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik in Basel. Heute hat er eine Praxis als Psychoanalytiker. Ein Kleinkind sei ausgerichtet auf wenige Bezugspersonen, die Mutter, den Vater, aber auch die Grosseltern. Mit diesen «möbliere» es seine Innenwelt. «Wenn es ein Kind zu Hause gut hat, dann ist die Krippe schlechter.» Es gebe aber Eltern, die nicht vertrauensbildend seien oder sich nicht richtig um ihr Kind kümmern könnten. «Für solche Kinder ist die Krippe besser als das Nichts, das sie daheim haben.» «Es ist hundertmal besser, sich einzuschränken und beim Kind zu bleiben», sagt die Psychologin Ursula Büchli. Kinder in Krippen binden sich eng an die Betreuerinnen. Jedes Mal wenn eine den Job kündigt, muss sich das Kind lösen von einer Person, die es gernhat. Büchli empfindet es als «brutal, wie man die Kinder dem aussetzt». Die Psychoanalytikerin Ann Kathrin Scheerer aus Hamburg befasst sich speziell mit dem Thema «Fremdbetreuung im frühen Kindesalter». Sie sagt, in der DDR hätten heute viele Patienten Probleme mit Gefühlen und tiefen Beziehungen. In der DDR wurden Kinder grossflächig in Horte gesteckt. Auch wenn die Symptome nicht eindeutig auf die staatlich verordnete Fremdbetreuung zurückzuführen seien, gebe es doch Hinweise dafür. Heutige Krippen sind zwar nicht vergleichbar mit den von Zucht und Ordnung geprägten Kindertagesstätten von damals. Doch aus der Säuglingsforschung wisse man, dass jede Trennung von der Mutter ein Stressfaktor sei. «Kleinkinder brauchen exklusive Beziehungen», sagt sie. «Deshalb sind wir Psychoanalytiker sehr skeptisch, was Kinderkrippen angeht.» Ist das Mami für immer weg?In den ersten drei Lebensjahren wird das sogenannte Urvertrauen (siehe Seite 50) gebildet. Wer es besitzt, hat eine stabile psychische Struktur. Wir werden damit nicht geboren, wir müssen es erwerben. Dazu brauchen wir eine affektregulierende Mutter, wie dies die Psychologen nennen. Sie schützt das Kleinkind vor zu grossen Erregungszuständen. «Egal, wie gut eine Pflegeperson ausgebildet ist, sie kann aus Sicht des Babys nur eine Notlösung sein», sagt die Psychoanalytikerin Scheerer. Das kommt daher, dass Babys noch kein inneres Bild der Mutter aufrechterhalten können, um sich zu trösten. Wenn das Baby sein Mami nicht sieht, ist das Mami für immer weg. Wie sicher ein Kind gebunden ist, lässt sich in einem beobachten: Die Mutter verlässt den Raum, das Kind bleibt mit einer fremden Person allein. Ein Kind, das über Urvertrauen verfügt, ist zwar irritiert, wenn die Mutter geht, beruhigt sich aber schnell. Es begrüsst das Mami bei dessen Rückkehr und ist leicht zu beruhigen. Unsicher gebundene Kinder sind irritierter, wenn die Mutter geht, sie schreien und klammern sich an sie. Sie verweigern sich der Mutter möglicherweise, wenn sie wiederkommt, und sind nur schwer zu beruhigen. Eine dritte Reaktion ist die «unsicher vermeidende». Das Kind wirkt unbeeindruckt beim Gehen der Mutter und ignoriert sie beim Wiederauftauchen. Es muss also kein gutes Zeichen sein, wenn das Kind morgens an der Krippentür nicht protestiert. «Viele Eltern denken, mein Kind macht das wunderbar», sagt Joachim Bensel. Dabei leidet es still. Kinder mit einem stabilen emotionalen Boden sind kooperationsbereiter, sie ertragen Frustrationen besser und spielen länger konzentriert. Dieter Bürgin behandelt in seiner psychoanalytischen Praxis in Basel auch krippengeschädigte Kinder. «Die sind ein Jahr in der Krippe, dann nimmt man sie heraus, sie werden von den Grosseltern betreut, dann sind sie wieder für zwei Jahre in einer anderen Krippe. Das ist Alltag und kommt in allen Schichten vor.» Die Folge sind sogenannte Deprivationsmerkmale: Die Kinder haben Mühe, Bindungen aufzubauen, sind hyperaktiv, ablenkbar, aggressiver und haben wenig Vertrauen in sich oder andere.Bürgin beschäftigt das Thema «Krippen», seit er als junger Arzt einen Film gesehen hat, der ihm nie mehr aus dem Kopf ging. Die englischen Psychoanalytiker James und Joyce erforschten Trennungsreaktionen bei Kindern. Unter anderem in einer Krippe in London. Damals war es üblich, die Kinder während zehn Tagen dorthin zu bringen, wenn die Mutter ein weiteres Kind bekam und im Wochenbett lag. Das Ehepaar Robertson filmte den Buben John. Drei Tage hält er es gut aus, der Vater besucht ihn täglich. Er will immer mit dem Vater mit, kämpft, protestiert. In einer nächsten Phase kann er nicht mehr spielen und ist verzweifelt. Der Vater merkt das, sagt es der Mutter, die ihr Kind am neunten Tag abholt. Der Bub wendet sich schreiend ab. «Es tut so weh, das anzuschauen, dass man es fast nicht aushält», sagt Bürgin. Er hat den Film rund fünfzig Mal seinen Medizinstudenten gezeigt, immer waren alle sehr berührt.Als die Robertsons den Film zum ersten Mal vorführten, war das Fachpublikum sehr erzürnt. «Ihr seid Verbrecher», riefen sie, «dazustehen, zu filmen und nichts zu unternehmen!» — «Dabei findet das statt, jeden Tag, überall», sagt Bürgin. John kriegte jahrelang Wutanfälle gegen seine Mutter, seine liebste Bezugsperson, die ihm damals ein solches Leid zugefügt hatte. Bensel sagt: «Wer sein Kind zu viel weggibt, nimmt sich selber etwas und muss sich später über Distanz in der Beziehung nicht wundern.»Kontaktfreudige KrippenkinderWas nun aber mit den Argumenten für Kinderkrippen, die Eltern und «Familienpolitiker» ins Feld führen? Etwa, die Krippe tue Kindern gut, weil sie Sozialisation und Kontaktfreude fördere? In den ersten drei Jahren sind Kinder auf wenige Personen ausgerichtet. Auch in Krippen nehmen sie vor allem auf die Erwachsenen Bezug. «Anderthalbjährige Kinder spielen nur einen Bruchteil der Zeit mit anderen Kindern», sagt Joachim Bensel. Das kann jede Mutter beobachten: Kleine Kinder spielen meist nebeneinander her. «Sozialisation» in der Gruppe ist noch gar nicht möglich. Was die Kontaktfreude angeht, so ist ein Krippenkind sicher eher an andere Kinder gewöhnt und geht direkter auf diese zu. Ein Kind mit einem guten Boden, einem guten Selbstwertgefühl, das sich geliebt fühlt, wird dies aber von alleine lernen, ist Psychologin Ursula Büchli überzeugt. Ist der Boden aber nicht gut, fühlt sich ein Kind herumgeschoben, hält der Schaden ein ganzes Leben. Dann mag jemand zwar kontaktfreudig sein und dennoch unfähig, tiefe Bindungen einzugehen.Natürlich ist es auch schlecht, wenn ein Kind isoliert und alleine mit der Mutter aufwächst. Der Zürcher Kinderpsychiater Claudio Moretti trifft in seiner Praxis immer wieder auf ängstliche Kinder, die in seinen Augen zu viel Zeit mit ihren ebenfalls ängstlichen Müttern verbringen. Ein früher Krippeneintritt, so denkt er, wäre die ideale Remedur. Als weiteres Argument für Kinderkrippen wird manchmal die kognitive Entwicklung vorgebracht. Krippenkinder haben schneller ein grösseres Vokabular. Doch auch hier gilt: Wörter kann man später noch lernen, das beschädigte Selbstwertgefühl lässt sich nicht reparieren. Nicht wenige Mütter bringen ihre Babys schon mit sechs Monaten in die Krippe. Von ihnen hört man gern die Aussage, je früher, desto besser. Babys in dem Alter nähmen noch kaum wahr, wer sie betreue, Hauptsache, der Schoppen komme auf Verlangen. Das Argument hilft sicher, das eigene Gewissen zu beruhigen. Doch stimmt es? Dieter Bürgin, der viele Jahre die Kinder- und Jugendpsychiatrische Universitätsklinik in Basel leitete, sagt nein. Wer behaupte, dem Baby sei es egal, wer seine Bedürfnisse befriedige und wie dies erfolge, sollte einen Kurs nehmen in Beziehungspsychologie. «Nehmen wir an, ein Kind war sechs Monate daheim bei der Mutter und kommt dann zu 50 Prozent in die Krippe. Da verliert es diese Beziehung zu 50 Prozent.»Joachim Bensel, der deutsche Krippenforscher, wiederum sagt, es sei ein «Trugschluss», zu glauben, ein Säugling merke nicht, was um ihn herum geschehe. Bloss seien die Signale feiner als bei ein- bis zweijährigen Kindern. Babys lächeln weniger, machen ein ängstliches Gesicht und verkrampfen sich. Es verändert sich auch die Stirntemperatur, wie Forscher herausfanden, was ein Zeichen für Stress sei.Die Ansicht, dass es egal sei, wer einen Säugling füttert und wickelt, war früher weit verbreitet. Sie hält sich auch heute noch da und dort. Der Kinderpsychiater Claudio Moretti sagt, kleine Babys seien noch nicht auf die Mutter fixiert. Für Baby-Krippenplätze bestehen lange Wartelisten. Ein Stress für alleHat es ein Kind zu Hause gut, dann bedeutet die Krippe eine Verschlechterung. Sehr viele Voraussetzungen müssten erfüllt sein, damit eine Krippe dem Kind nicht schadet. Solche Krippen würden sehr teuer: Es braucht viel Personal, und zwar nicht Praktikantinnen, sondern ausgebildete Kleinkind-Erzieherinnen. Das Kind muss seine feste Bezugsperson haben, die zu einer Art Ersatzmutter oder Tante wird. Sie muss die Bedürfnisse des Kindes lesen können. Es dürfen nicht zu viele kleine Kinder in der Krippe sein, sonst bleibt zu wenig Zeit für die grösseren. Die Eingewöhnung muss langsam vor sich gehen. Das ist die ideale Krippe. Die Realität sieht anders aus. Jede Krippe wird mit dem Minimum an Personal auskommen wollen. Vorgeschrieben ist, dass immer zwei Frauen (eine ausgebildet, eine nicht) eine Gruppe betreuen, das können bis zu zehn Kinder sein. In den Bring- und Abholzeiten morgens und abends, dann, wenn die Kinder am meisten Trost brauchen, sind bis zu sieben Kinder pro Erzieherin erlaubt. Dieter Bürgin fragt sich, ob dies «angemessen» sei. Er rät jenen, die das Hohelied der Kinderkrippen singen, sich frühmorgens neben den Eingang einer solchen zu stellen. «Da kommen übermüdete Mütter, übermüdete Kinder, die Kinder schreien, die Betreuerinnen müssen sie übernehmen. Kurz: Es ist für alle Beteiligten ein Stress.»Als elementar wird die fürs Kind zuständige Bezugsperson bezeichnet. Sie tröstet das Kind und gibt ihm Geborgenheit. Doch wer kann einer Erzieherin verbieten, ihren Job zu wechseln oder aufzugeben? Wird sie bleiben, nur weil Lea oder David sie brauchen? Vermutlich nicht. Lea und David wird die Trennung traurig machen, sie werden sich an eine neue «Ersatzmutter» gewöhnen müssen.Bei mehreren Kindern pro Betreuerin wird diese kaum in der Lage sein, auf jedes so einzugehen, wie es nötig wäre. Es gibt Kinderärzte, die der Meinung sind, Kinder könnten sich ihre Emotionen für zu Hause aufbewahren. Nimmt sich die Mutter am Abend viel Zeit und steckt das Kind nach dem Nachtessen nicht gleich ins Bett, weil sie selber k.o. ist, könne viel nachgeholt werden. Rita Schuler ist Mutter von drei Kindern und mit dem vierten schwanger. Sie hätte ihre Kinder «nie, nie, nie in die Krippe geben wollen», sagt sie. Es ist interessant, dass sie das sagt, denn sie ist gelernte Kleinkind-Erzieherin und arbeitete früher in Kinderkrippen. «Was hinter den Türen abging, das hat mir nicht gefallen», sagt sie. Kinder seien kalt abgeduscht worden, wenn sie aus Versehen in die Hosen brünzelten. Oder sie mussten auf Kommando aufs Häfeli. Was man natürlich den Eltern nie erzählte. Gut, das sei vor zwanzig Jahren gewesen. Aber immerhin: Mitte der achtziger Jahre und nicht irgendwann in den dunklen Dreissigern. Als ihre beiden Buben klein waren, ging Rita Schuler oft am Zürichsee spazieren. Sie sah regelmässig junge Mädchen mit ihren Krippenschützlingen im Park: jede mit Wagen, links ein Kind, rechts ein Kind, unmotiviert und abgelöscht. Und viel zu jung. Jedes Mal habe sie bei sich gedacht: «Es kann doch nicht sein, Mütter, dass ihr das toll findet!» Und dann trügen sie Jeans, bei denen man den Füdlispalt sieht. Rita Schuler ist der Ansicht, Kindererzieherinnen hätten ein Minimum an Vorbildfunktion.Gerade Betreuerinnen sehen die Mütter, die ihre Kinder in der Krippe abgeben, oft mit kritischem Blick und finden dies persönlich nicht gut. Wiederholt habe sich das in Befragungen gezeigt, sagt Ann Kathrin Scheerer. Die Stimmung ist irgendwie «tuuch»Frühmorgens in der Krippe Schmiedhof in Zürich. Die Kinder werden eins ums andere angeliefert. Die grösseren Kinder rennen zu den Spielsachen. Bei den kleinen sieht es anders aus: Leandra* weint sehr und klammert sich an ihren Papi, die 15-monatige Seraina* hängt dem Mami am Hals. Die neunmonatige Milena* kriecht davon, der Vater erzählt, er habe noch bis Ende Woche Urlaub, schön, sagen die Betreuerinnen und wünschen ihm einen erholsamen Ferientag. Moritz* kommt mit dem Eseli und dem Schäfchen unterm Arm. Er steht verloren da, sein Vater geht rasch zur Tür. Die Betreuerin sagt: «Lueg, Moritz, willst du dem Papi noch tschau sagen?» Dieser antwortet: «Schon gut», und ist weg. Moritz ist weinerlich, die forsche Emma* schubst ihn, ein Bub nimmt ihm die Stofftiere weg. Ein paar Kinder sitzen um die parat gelegten Lego-Steine. Zu Leo* sagt eine Betreuerin fast tröstend: «Du musst heute nur bis zum Mittag bleiben.» Dann gibt es Zmorge, später einen kurzen «Morgenkreis» mit Musik ab CD, dann einen Ausflug vor dem Mittagessen. Die jungen Frauen sind lieb mit den Kindern, es gibt weder kalte Duschen noch andere Schikanen. Und doch ist etwas eigenartig. Die Reporterin hat Kinder im gleichen Alter. Genau, das Lachen fehlt. Sie hört den ganzen Morgen kaum ein Lachen. Die Stimmung ist irgendwie «tuuch». Die Kinder nehmen hier ein Spielzeug in die Hand, sitzen dort zu einer Betreuerin hin, aber richtig froh scheinen sie nicht. Dafür haben es die Grösseren recht lustig, dem Lärm nach zu urteilen. Warum vernimmt man die Kritiker nicht? Weshalb sagen sie nicht stopp? Zum Beispiel der pensionierte Chefarzt Dieter Bürgin? «Weil es ein Politikum ist und eine vorurteilslose Diskussion tabu.» Wer sich auf die Fahne geschrieben habe, alle Frauen sollten arbeiten können, der könne nicht darüber reden, weil dies ohne Krippen nicht gehe. Wer finde, Frauen sollten zu Hause bleiben, hüte sich, dies zu sagen, weil er nicht als Reaktionär dastehen will. Auch Ann Kathrin Scheerer machte die Erfahrung, dass man «in die frauenfeindliche Ecke gestellt wird». Das Wohlbefinden der Kinder zu thematisieren, sei «unpraktisch». (Auch in Deutschland werden auf Teufel komm raus Kindertagesstätten errichtet.) Der Wert der Arbeit, sagt Dieter Bürgin, werde bei uns «20-mal höher gewichtet» als das Kinderaufziehen. Letzteres sei für die Dummen, die Nichtarbeitsfähigen. Mütter leisteten emotionale Schwerarbeit, bloss sehe man am Abend nichts davon. «Dabei ist das höchste Gut einer Gesellschaft das, was sie kleinen Kindern mitgibt.» Scheerer sagt, bei einer Lebenserwartung von rund 80 Jahren seien drei Jahre für das Kind nicht zu lang. «Mutter und Kind sollte diese Zeit gegönnt werden.»

Quelle
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=17434&CategoryID=91

Samstag, 27. Oktober 2007

Dubiose Machenschaften in Südamerika

Hier ist ein offenes E-Mail, das ich dem deutschen Botschafter in Paraguay geschickt habe. Wir sollen ja laut Epheser 5:11 die unfruchtbare Werke der Finsternis strafen. Ziemlich finster sieht es aus, wenn sich Politik und Religion gemeinsam ins Bett legen und es zu allerlei finsteren Machenschaften in Südamerika kommt. Da hilft der Vatikan den Altnazis bei der Flucht nach Argentinien. Dann sammeln sich diese Kriegsverbrecher u. a. in Hohenau, Paraguay. Da gibt es also diverse Ortschaften in Südamerika, die so aussehen wie ein Alpendorf. Ebenso haben diese Nazi-Verbrecher Kontake zu der sog. Gruppe Colonia Dignidad in Chile, wo hinter dem Deckmantel einer "christlichen Mission" Waffengeschäfte abgewickelt wurden. Da sind so viele ungeklärte Ereignisse. Deshalb will ich hiermit einmal die Leute zum Nachdenken und Nachforschen anregen. Hier der Wortlaut meiner Nachricht an die Botschaft in Paraguay:

Sehr geehrter Herr Botschafter,
es ist sehr sonderbar, wieviele deutsche Kriegsverbrecher u. a. in Paraguay Unterschlupf fanden. Da sei wohl besonders der Ort Hohenau zu erwähnen. Was ist dort heute los? Es ist schlimm, daß ein Verbrecher wie Josef Mengele dort offen lebte. Diverse Medienberichte besagen, daß die deutsche Botschaft in Paraguay auch noch seine Scheidung in Empfang nahm. Ist das so? Warum hat man diesen Mörder nie zur Rechenschaft gezogen? Wie kommt es, daß so viele Altnazis sich mit Hilfe des Vatikans und des US-Geheimdienstes in Südamerika absetzten. Was hat dieses frühere Flieger-Ass Hans-Ulrich Rudel u. a. in Paraguay gemacht. Dieser Kerl ist ja richtig dubios. Angeblich war er Industrieberater. Für wen? Deutsche Firmen? Steckte er im Waffenhandel? Was wollte Rudel 1973 bei der Colonia Dignidad. Unter dem Deckmantel von "Christentum" war dieser Kult ja nun offensichtlich in Waffengeschäften verwickelt. Warum hatten die Leute bei Colonia Dignidad solche Bewunderung für Franz-Josef Strauß? Hat es mit Waffengeschäften zu tun? Würde uns die Aufklärung dieser Verbindungen nach Südamerika helfen, das Rätsel der CDU-Spendenaffäre mit ihren diversen schwarzen Konten zu klären? Es ist ja nun klar, daß diverse deutsche Politiker in ziemlich dreckigen Geschäften verwickelt waren. Selbst die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland berichten nun über die Theorie, daß Uwe Barschel nicht, wie offiziell angegeben, Selbstmord begang, sondern ermordet wurde? Im Zusammenhang mit einem geplatzten U-Boot-Deal mit Südafrika. Auch hier bleibt noch zu klären, was mit den Geldern geschah, die die Südafrikaner bereits als "Anzahlung" auf ihr U-Boot gezahlt haben, das nie geliefert wurde. Bis heute ist auch nicht klar, was mit den Geldern der sog. Colonia Dignidad (byw. Abratec, Villa Baviera) geschah. Herr Botschafter, darf ich Sie eins fragen: Wenn ich heute der Spur des Geldes folgen würde, wo würde ich dan hingelangen? Ich frage bewußt eine deutsche Botschaft, denn die deutsche Botschaft in Chile wurde ja laut einer deutschen Medienreportage regelmäßig von der Colonia Dignidad mit Brot und Backwaren beliefert. Könnten Sie das Ihre tun und einmal dieses Netzwerk dubioser Verbindungen klären. Es gibt ja heute in Deutschland immer noch radikale Katholiken, die sich nach einem stärkeren Bündnis zwischen Deutschland, Italien und Argentinien wünschen. Da ist wieder dieser perverse Verbindung zwischen kath. Religion und Nazi-Ideologie zu sehen. Diese drei Länder waren ja nun in der Organisation der "rat lines" involviert. Nazis flohen über Klöster in Deutschland Richtung Rom und wurden dort unter Bischof Alois Hudal mit falschen Pässen nach Argentinien geschickt. Herr Botschafter, ich würde mich freuen, wenn Sie zu diesen dubiosen Ereignissen in Südamerika und speziell Paraguay Stellung nehmen würden.
Mit freundlichen Grüßen
Ingo Breuer

http://www.GuteBotschaft.com

Interessant zum Thema Uwe Barschel:




Es ist tatsächlich war, daß einige Katholiken eine besondere Verbindung zwischen Deutschland, Italien und Argentinien sehen. Da gibt eine Frau aus der deutschen Ortschaft Sievernich am Rande der Eifel, die angeblich Prophezeiungen von der "Gottesmutter und Miterlöserin Maria" empfing. Unter den Prophezeiungen für 2001 war zu lesen: "Nun waren auf der Weltkugel drei Rosen zu sehen. Eine gelbe Rose war auf dem Land Argentinien, eine weiße Rose über Italien und eine rote Rose über Deutschland zu sehen. Diese Rosen wurden sehr groß. Die Mutter Gottes sprach: "Verbindet euch, euer Bund sei mein göttlicher Sohn, ich weise euch den Weg."" Ausgerechnet die früheren Nationen des Faschismus (Mussolini, Hitler, Peron). Die Marienverehrerin ist auch sehr unterstützend für Papst Pius XII, der ja sehr kritisch gesehen wird, weil er in Deutschland Nuntius war, das Reichskonkordat verabschiedete, sich an der Nazi-Ideologie nicht störte, bei Priebkes Judenverfolgung in Rom nichts unternahm, während der Nazizeit eng von deutschen Jesuiten als Berater gestützt wurde usw. Manche Leute geben Eugenio Pacellio alias Pius XII eine Mitschuld an den Nazi-Verbrechen. Ich will mich hier nicht festlegen. Auffällig ist zwar, daß Pius XII leidenschaftlicher Antikommunist war und dagegen predigte, aber gegen den Nationalsozialismus zeigte er nie diesen Eifer. Abscheulich ist aber dei Tatsache, daß Nazis über diverse Klöster in Deutschland nach Rom gelangten und dort von dem österreichischen Bischof Alois Hudas gefälschte Pässe erhielten, um nach Buenos Aires, Argentinien auszuwander. Wieviel wußte der damalige "Heilige Vater" davon?

Das sind alles sehr unangenehme Fragen, aber man sollte nicht so töricht sein und vor den offensichtlichen Verbindungen den Kopf in den Sand stecken. Selbst der brutale KZ-"Arzt" von Auschwitz, Josef Mengele, lebte lange Zeit in Paraguay und dann in Brasilien bis zu seinem Tod 1979. Seit 1959 wurde er aber schon von den deutschen Behörden gesucht. Warum hat diese Suche in 20 Jahren nichts ergeben? Erst 1985 hat man Mengeles Leiche gefunden. Es ist ein wenig seltsam, daß man ihn zu Lebzeiten nicht finden konnte. Dabei war er im Telefonbuch stets unte Jose Mengele zu finden. Das weckt schon die Vermutung, daß hier jemand offiziell "gesucht" wurde, aber inoffiziell hat man ihn in Ruhe gelassen.

Wäre schon, wenn wir hier einmal mehr Licht bekommen würden.

Wir können noch eine weitere Frage hinzufügen: Wer steckt hinter Operation Condor?

Die rechtsextremen Diktatoren in Südamerika haben hier in den 70er Jahren zusammengearbeitet, um linke Regime in Südamerika zu unterdrücken durch Spionage und Anschläge. Wurde diese Operation vom US-Geheimdienst tatsächlich mit Wissen und Waffenlieferungen unterstützt? Die deutsche Sekte Colonia Dignidad war an dieser Operation in den 70er jahren beteiligt. Was wollte der Altnazi Hans-Ulrich Rudel zur gleichen Zeit in der Colonia Dignidad? Sicherlich weiß Herr George H. W. Bush mehr dazu, denn in den 70ern saß er an der Spitze des CIA. Später waren dann wieder amerikanische Geheimdienste und Elite-Einheiten in Südamerika tätig im Namen des "War on Drugs" (Krieg gegen Drogen). Hier hat sich dann die Reagan-Regierung mit der Iran-Kontra-Affäre besudelt, wo mit Drogengeschäften und illegalen Waffenlieferungen an den Iran, das heimliche Training nikaraguanischer Rebellen durch US-Eliteeinheiten bezahlt wurde.

Es ist absolut lächerlich, was heute im Iran passiert. US-Präsident Bush schwört einerseits wieder einen Krieg gg. den Iran herauf. Aber dann kann der iranische Präsident mehrmals ungehindert in die USA einreisen, um vor Unis und vor der UN Reden zu halten. Solch ein Unsinn! Warum läßt man den Kerl ungehindert einreisen, wenn man ihn gleichzeitig bekämpfen will? Während der iranische Präsident in den USA Reden schwingt, verlieren US-Soldaten im Irak ihr leben. Was soll diese Idiotie?

Präsident Bush glaubt immer noch an den Selbstbetrug, daß man den Terror im Ausland bekriegen soll bevor man ihn dann einmal im eigenen Land bekämpfen muß. Dieser absurde Humbug ist völliger Schwachsinn. Der Terror von heute findet ausgerechnet in den Ländern statt, wo sich US-Militär und -Geheimdienste in der Vergangenheit mit dreckigen Geschäften eingemischt hat (Mujaheddin in Afghanistan, Waffengeschäfte mit Iran ... ) Den Terror bekämpft man, indem man die eigenen dreckigen Pfoten gefälligst aus diesen Ländern heraushält, denn niemand läßt sich gerne vom großen Bruder herumkommandieren, bestechen, bombardieren usw. Die USA müssen lernen, daß der Terror im eigenen Land ist. Das ist doch seit dem Angriff auf das World Trade Center 1993 schon offensichtlich. Diese Erkenntnis hat also schon 14 Jahre Verspätung.

Der Iran hat in den 70er Jahren von den USA das Kampfflugzeug F-14 erhalten. Heute sucht der Iran nach Ersatzteilen für die F-14. So hat man erst vor kurzem in Kalifornien einen aus dem Iran stammenden Mittelsmann entdeckt, der die besagten Ersatzteile vom Pentagon gekauft hat und dann in den Iran geschickt hat. Warum diese mangelnde Wachsamkeit? Einerseits will man den Krieg mit dem Iran heraufbeschwören, andererseits erhält der iranische Feind Ersatzteilfe für seine Waffen über Mittelsmänner vor Ort in den USA. Anstatt vom nächsten Krieg gegen den Iran zu fantasieren, sollte man etwas genauer hinschauen, wenn man Ersatzteile verkäuft. Oder den Verkauf von solchen Rüstungsprodukten gänzlich einstellen. Dann könnte man sich die späteren Kriege gegen die früheren Kunden sparen. Auch der Irak hat ja einst von den USA Waffen bekommen. Der jetzige Irakkrieg hat seitens der USA schon über 500 Milliarden Dollar gekostet (ursprünglich hatte man 50 Milliarden kalkuliert). Diese Kosten übersteigen wohl bei weitem den Profit aus den früheren Waffengeschäften.

Samstag, 13. Oktober 2007

Europarat will Bibelwahrheit unterdrücken.

Am Beispiel der folgenden Erklärung des Europarats können Sie alle sehen, mit wieviel Tücke und List die stolzen Regenten Europas versuchen, eine Generation ohne Glauben zu (v)erziehen. Als ich noch in Deutschland das Gymnasium besuchte, habe ich bemerkt wieviel Europa-Propaganda dem Schüler aufgezwängt wurde. Jegliche noch so berechtigte Kritik an diesem System wurde bestraft. Lesen Sie hier nun, wie diese EU-Krake europaweit das Bildungssystem manipulieren will, um eine junge Generation von Anfang an gegen den christlichen Glauben aufzuhetzen:

04/10/07 Europarats-Staaten müssen Einbeziehung des Kreationismus als Wissenschaftsdisziplin in den Unterricht entschieden ablehnen

Straßburg, 04.10.2007 – Die Abgeordneten aus den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates haben ihre Regierungen nachdrücklich aufgefordert, mit „aller Entschiedenheit“ gegen die Einbeziehung des Kreationismus - der die Evolution der Arten durch natürliche Auslese leugnet - in den Unterricht als gleichberechtigte Wissenschaftsdisziplin neben der Evolutionstheorie anzugehen.
In einer bei ihrer Plenarsitzung in Straßburg mit 48 zu 25 Stimmen verabschiedeten Entschließung erklärt die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE): ''Wenn wir nicht acht geben, könnte der Kreationismus zu einer Bedrohung für die Menschenrechte werden.''
Bei der Vorstellung ihres Berichts sagte die ehemalige Bildungsministerin Anne Brasseur (Luxemburg, ALDE): „Es geht nicht darum, Glauben und Wissenschaft gegenüberzustellen, aber es muss vermieden werden, dass sich der Glaube gegen die Wissenschaft stellt.“
Das Hauptziel der heutigen Kreationisten, die zumeist Christen oder Muslime sind, sei der Bildungssektor, so die Abgeordnete in der Entschließung. Kreationisten wollten erreichen, dass ihre Theorien in das naturwissenschaftliche Lehrpensum der Schulen aufgenommen werden. Der Kreationismus könne jedoch nicht für sich in Anspruch nehmen, eine wissenschaftliche Disziplin zu sein.
Es bestehe die große Gefahr, in den Köpfen der Kinder eine bedenkliche Verwirrung zwischen Überzeugung oder Glaube und Wissenschaft zu verursachen, so die Abgeordneten. „Die Evolutionstheorie hat nichts mit göttlicher Offenbarung zu tun, sondern gründet sich allein auf Fakten.“
Die Theorie des „Intelligent Design“ werde subtiler präsentiert und versuche, ihren Ansatz als wissenschaftlich darzustellen, und genau darin bestehe die Gefahr, fügten die Abgeordneten hinzu.
„Kreationismus … war lange Zeit eine fast ausschließlich amerikanische Erscheinung“, betonten die Abgeordneten. Heute fände die kreationistische Theorie auch ihren Weg nach Europa und breite sich in zahlreichen Mitgliedsstaaten des Europarates aus.
Der Bericht nennt Beispiele aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Polen, Russland, Serbien, Spanien, Schweden, der Schweiz, der Türkei und dem Vereinigten Königreich.


Der europäische Einheitswahn will kein Ende haben: Erst vor kurzem habe ich im WDR einige Interviews gehört, indem sich Bürger heftig über den (T)Euro beschwerten. Der Moderator war völlig überrascht. Er wollte sich glatt die Kritik am EU-Größenwahn verbitten, aber die Leute sagten wiederholt, daß ihnen mit dem (T)Euro die Lebenskosten über die Ohren gewachsen sind.

Völlig absurd ist die Befürchtung der Europarat-Mitglieder, daß die Lehre vom biblischen Schöpfungsbericht eine "Bedrohung für die Menschenrechte" sei. Wie ist diese hirnrissige Aussage zu begründen? Dabei sind es doch die evolutionären Ideologien (Sozialismus. Kommunismus, Raubtierkapitalismus und Nationalsozialismus), die so viel Leid über Europa und den Rest der Welt gebracht haben. Das ist doch so offensichtlich, daß sich eben der aufgeklärte, entchristlichte Europäer auch dies mal aus reiner Ehrlichkeit eingestehen muß. Davor kann man doch nicht die Augen verschließen. Der Schöpfungsglaube an sich ist doch eher der Garant von Menschenrechten, da nun die Existenz des Menschen nicht auf puren Zufall oder das Recht des Stärkeren sondern auf einen heiligen und gerechten Gott zurückzuführen ist - einen Gott, der selbst in Jesus Christus Mensch wurde, um die Menschen von Sünde zu erlösen.

Ich bete für mutige und kluge Kanzeln in Deutschland, die klar den bibel- und christenfeindlichen Charakter der EU entlarven. Es nützt nichts, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen. Die ganze europäische Einigung beruht zwar auf einer guten Absicht: Friede und Sicherheit. Darum will man die ganze Welt untereinander vernetzen und vereinen. Aber Bibeltreue wissen, daß diese gute Absicht umgekehrt wird, so daß anstatt Friede und Sicherheit, das vereinte und vernetzte Weltsystem vom Menschen der Sünde, dem Kind des Verderbens, gekapert wird, der daraus einen globalen Polizeistaat macht. Die ursprünglich gute Absicht, die man mit dem EU-Gedanken hatte (Bewahrung vor weiteren Kriegen, Stäbilität), bewirkt also letzten Endes das Gegenteil. Wir sehen ja heute schon, wie es in der Natur von Institutionen wie EU und UN liegt, sich über alles, was Gott heißt, zu überheben. Schauen Sie sich einmal die Erklärungen des Europarats auf seiner Internetseite an. Das ist durchweg geprägt von purer Widerspenstigkeit gegen Gottes Wort. Es nützt Christen nichts, sich mit purer Naivität an die Versprechen solcher Organisationen zu hängen.

Fraser-Institut: “Homeschooling” verbessert akademische Leistungen und verringert die Auswirkung sozio-ökonomischer Faktoren

TORONTO, ONTARIO--(Marketwire – 4.10.2007)
Laut eines heute von der unabhängigen Organisation “The Fraser Institute” veröffentlichten
Berichts über Homeschooling scheint das Lernen zu Hause die akademischen Leistungen von Kindern aus Familien der unteren Bildungsschicht zu verbessern.

“Diese Erkenntnis ist besonders interessant für Schüler, die traditionellerweise im öffentlichen Schulsystem versagen.”, sagt Claudia Hepburn, Mitautorin von “Homeschooling: Vom Extremen zum Normalen”, 2. Ausgabe, und Leiterin der Abteilung Bildungspolitik beim Fraser-Institut.

“Eltern mit niedrigem Bildungsniveau, die sich entschließen, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten, erzielen bessere akademische Ergebnisse für ihre Kinder als öffentliche Schulen. Eine von uns konsultierte Studie deckte auf, dass zu Hause unterrichtete Kinder von Müttern, die keinen Schulabschluss besaßen, 55 Prozentpunkte besser abschnitten als Schüler an öffentlichen Schulen aus Familien mit vergleichbarem Bildungsniveau.”

Das von Fachleuten überprüfte, gemeinsam mit Patrick Basham und John Merrifield erstellte Gutachten baut auf einer Studie von 2001 auf, angereichert mit neuen Forschungsergebnissen und Daten. Es untersucht das pädagogische Phänomen Homeschooling in Kanada und den Vereinigten Staaten, inklusive Rechtsvorschriften, Geschichte, Wachstum und Charakteristika der praktizierenden Familien, bevor es auf die Erkenntnisse bezüglich der akademischen und sozialen Auswirkungen von Homeschooling eingeht. Der komplette Bericht steht unter http://www.fraserinstitute.org

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Abmahnung an Gott

Der US-Abgeordnete Ernie Chambers hat kürzlich beim Gericht von Douglas (Nebraska) Klage gegen Gott eingereicht. Er versteht das nicht als Blasphemie, sondern vielmehr als Kritik am amerikanischen Klage-Unwesen, wo jeder jeden nach Lust und Laune verklagen kann wie etwa eine Milliardenklage weil jemand Hose nicht von der Wäscherei wiederbekommen hat.

Da haben wir in Deutschland eine ziemlich ähnliche Situation, nur mit dem Unterschied, dass es bei uns Abmahnungen statt Klagen sind. Dies verschärft den Sachverhalt aber noch, denn während in Amerika unsinnige und bagatellhafte Klagen kostenpflichtig abgewiesen werden, sind deutsche Abmahnungen eine völlig risikofreie Geldmaschine für Anwälte, was zwangsläufig zu ungeheuerlichem Missbrauch und Abmahnexzessen (verharmlosend Welle genannt) führt.

Betreiber von Internetseiten erhalten Abmahnungen wegen Kleinigkeiten wie Linkhaftung oder unzureichendem Impressum oder noch so kleinen Urheberrechtsverletzungen.

Deshalb hier unser Vorschlag: Eine Abmahnung an Gott, und zwar wegen Verstoß gegen die Impressumpflicht! Trotz eindeutiger Regelung ist Gott offenkundig nicht seiner Verpflichtung nachgekommen, seine geschäftsmäßig betriebene Veröffentlichung, volkstümlich gelegentlich auch als Universum bezeichnet, hinreichend zu kennzeichnen und sich als Verantwortlichen erreichbar zu machen.

Abmahnanwälte, die an diesem Fall Interesse zeigen, mögen sich bitte bei uns melden.

Email: info (at) rettet-das-internet.de

Allein schon der Gebrauch des Ausdrucks "Gottes Wort" bei der Bibel ist schon ein Prozeß wert, denn die meisten neuen Bibelversionen sind alle urheberrechtlich geschützt durch einen Verlag oder eine Bibelgesellschaft. Somit gestaltet sich schon ein Problem, wenn jemand diese Bibel zitiert. Der muß den Verlag oder die Bibelgesellschaft um Erlaubnis bitten. Aber wenn das Urheberrecht bei einem Verlag oder einer sonstigen Gesellschaft liegt, dann handelt es sich streng genommen nicht mehr um Gottes Wort. Wer von Gottes Wort spricht, der sagt doch damit, daß Gott der Urheber des Wortes ist. Reformationsbibeln wie die Lutherbibel 1545 oder die englische King James Bibel kennen keinen urheberrechtlichen Schutz. Wer also eine Bibel druckt, muß verstehen, daß Gott als Autor alle Rechte an diesem Text behält. Da darf man nicht so anmaßend sein, wie bei der Flutwelle neuer (Per)Versionen, und das Urheberrecht einem Verlag zuschreiben, als wäre die Bibel ein bloßes Wirtschaftsgut für den Markt. Wenn ich ein Buch schreibe und aus Gottes Wort zitiere, dann brauche ich nur EINEN um Erlaubnis zu fragen, und das ist nicht die Frau Sowieso bei der Sowieso Bibelgesellschaft oder sonst wem. Ich frage meinen Himmlischen Vater zu dem ich durch Jesus Christus Zugang habe.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Die Medien und Eva Hermann

Von der Bildfläche verschwunden

Dieter Stein

Wie schnell doch ein "Fall" in den Medien als ausdiskutiert und "erledigt" gelten kann. Da wird die bekannte Fernsehmoderatorin Eva Herman wegen einer "umstrittenen" Äußerung auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung ihres neuen Buches "Das Prinzip Arche Noah" über Nacht vom NDR entlassen, ist dies Top-Thema auf den Medienseiten der Republik - und dann? Keine der zahllosen Talkshows, die sonst jeden Schauspieler, der irgendein Kochbuch geschrieben hat, dutzendfach durchreichen, wagt es nun, diese Frau einzuladen. Im Gegenteil.



Dauertalker Johannes B. Kerner lud Eva Herman sogar feige aus, nachdem die Aufregung um ihre angeblich untragbaren Äußerungen auf der Pressekonferenz laut wurde. Das nennt man heute "Zivilcourage". Jedem Islam-Konvertiten und Terrorverdächtigen werden Live-Schaltungen in Nachrichtensendungen geboten, eine Autorin, die aktuelle Familienpolitik von konservativer Seite kritisiert, wird jedoch zur Unberührbaren erklärt.
Ekelerregend, wie der NDR Hermans Namen eilfertig austilgt, wie der einfühlsame Kollege Reinhold Beckmann sofort die Lücke füllt und an Stelle der Unaussprechlichen die in "Talk mit Tietjen" umbenannte Freitagabendplauderrunde moderiert. Kein Wort fiel über den Grund des Verschwindens von Herman. Alle Talkgäste spielten diese Schmierenkomödie mit. Gespenstisch erinnert das ganze an den "Fall Hohmann", als der konservative CDU-Abgeordnete 2003 wegen einer "umstrittenen" Rede zur Persona non grata wurde und nur noch über ihn und nicht mehr mit ihm gesprochen wurde.
Hier nebenbei der in voller Länge nur im Internet publizierte Originalwortlaut des "anstößigen" Herman-Zitats aus der Pressekonferenz:
"Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch 'ne Gerechtigkeit schaffen zwischen Kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das alles, was wir an Werten hatten, es war 'ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt - das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehenbleiben."
Viele Bürger sind empört, daß dieser Frau keine Gerechtigkeit widerfährt und sind entsetzt, wie die Medien mit ihr verfahren. Die FAZ bekennt: "Zu kaum einer Geschichte haben wir derart viel Leserpost bekommen wie zu Eva Herman." Um dann aber ohne Anflug von Selbstkritik zu höhnen: "Und viele denken tatsächlich, daß Eva Herman nichts Falsches gesagt hat oder nur falsch verstanden wurde. Wenn sie es richtig und geschickt anstellt, wird sie sich mit einigem Abstand vielleicht als Opfer einer Medien-Verschwörung hinstellen können, auch wenn sie niemand gezwungen hat, beim Thema Familie derart unsäglich von der Zeit des Nationalsozialismus zu faseln." Es ist keine Verschwörung, es ist vielmehr ein kollektives Versagen der "kritischen Öffentlichkeit".
http://www.jf-archiv.de/archiv07/200739092102.htm


Wir können Frau Herman sehr für ihre gute Bemerkungen danken. Endlich wurde einmal gesagt, was gesagt werden mußte. Es ekelt mich an, wie die 68er das System kontrollieren und jeden Andersdenkenden ausmerzen. Es ist doch wohl jedem klar, daß der Sinn von Familie, Kindern und Zusammenhalt in den letzten Jahrzehnten abgeschafft wurde. Wir als Christen vertreten ein Verständnis von Familie, das dem der 68er diametral entgegengesetzt ist. Deshalb geraten auch öfters christliche Familien in Konflikt mit Behörden, die ihnen die neue Familienzerstörungspolitik aufzwingen wollen. Also ich habe mich telefonisch beim NDR beschwert und darum gebeten, daß man sich bei Frau Herman entschuldigt und sie wieder einstellt. Es ist ärgerlich, daß manchen Menschen das Einkommen verweigert wird, wenn sie unliebsame Wahrheiten ansprechen und einen eher konservativen Standpunkt einnehmen. Das System belohnt diejenigen finanziell, die sich kritiklos dem Zeitgeist beugen und das Maul halten.

Wer die moderne, globalisierte, familienfeindliche Gesellschaft verstehen will, muß den Propheten Amos lesen:
"Sie hassen den, der im Tor Recht spricht, und verabscheuen den, der aufrichtig redet." Amos 5:11
Zu den Feministinnen seiner Zeit sagt Amos:
"Höret dies Wort, ihr fetten Kühe, die ihr auf dem Berge Samaria seid und den Dürftigen unrecht tut und untertretet die Armen uns sprechet zu euren Herren: Bringe her, laß uns saufen." Amos 4:1
Ich mag die Sprache der Bibel. Es heißt: Ihr fetten Kühe! Gott der Heilige Geist benutzt manchmal rohe Sprache im inspirierten Wort. Die Bibel unterstützt nicht das oberfächliche Lieb- und Nettsein vieler christlichen Bewegungen von heute. Jesus wird ziemlich verärgert in Matthäus 21 bis 23. Er hält Streitgespräche und Strafpredigten. In Markus 3:5 war Jesus zornig. Studieren sie einmal den Zusammenhang, warum Er zornig war. Wir sollen zwar nicht zornig sein im fleischlichen Sinn, aber das göttliche Gleichgewicht ist, daß wir schon einen gewissen heiligen Zorn empfinden dürfen, der uns anspornt, Gott näher zu kommen und das Böse zu hassen. Wo wir von Haß reden: Auch hier gibt es ein göttliches Gleichgewicht. Rein fleischlicher Haß ist falsch, aber eine übertriebene "Schwamm drüber"-Nettigkeit ebenso. Gott befiehlt uns, gewisse Dinge zu hassen. Gott haßt gewisse Dinge. Studieren Sie einmal in der Bibel, was Gott haßt und was wir hassen sollen.

Schön wäre es, wenn Frau Hermann jetzt noch mehr Zugang zur Botschaft der Bibel zum Thema Familie finden würde, denn da wird sie einen reichen Schatz finden:

Mutter und Hausfrau: Eine ehrbare Rolle

Die Werte, von denen Frau Herman spricht, und die von den 68ern so vollständig bekämpft wurden, waren die letzten Überbleibsel biblischer, christlicher Tugenden. Als ich vor kurzem wieder einmal in Deutschland war, sah ich ein Schulbuch aus den späten 50ern für die Berufsschule, worin zum Thema Ehe und Familie genau das unterrichtet wird, was man eigentlich in der Bibel findet. Im Schulbuch wurden zwar keine Bibelverse zitiert, aber dem Geist nach entsprach es dem biblischen Bild von Ehe und Familie, das die 68er in ihrem Marsch durch die Institutionen so angriffen, indem sie allerlei soziale, politische und ökonomische Zwänge schufen, um die traditionelle Familie und spez. die Rolle der Mutter unattraktiv darzustellen. Zuerst wurde die Frau im Garten Eden von der Schlange verführt. Die Schlange suggerierte der Eva, daß sie unterprivilegiert sei, und daß Gott ihr das wahre Glück vorenthält und sie benachteiligt. Sie ging dem Hirngespinst auf den Leim. Der Satan verführt, indem er heimlich die Frau hiner dem Rücken des Mannes anspricht. Satan hatte wohl nicht den Mumm, direkt Adam anzusprechen. Deshalb kommen die Zeugen Jehovas ja auch immer morgens klingeln, wenn der Mann auf der Arbeit ist, und sie die Frau mit falscher Lehre umgarnen können. Satans Verführung richtet sich oft immer an das weibliche Geschlecht: Lesen Sie 1. Tim. 2:11-14, 2. Tim. 3:6,7! Heute werden Frauen verführt durch die falsche Schlange der Feminazis. Ich wünschte, die Schulen von heute, würden wieder die Schulbücher der 50er verwenden. Dann hätten die Schüler bessere Lernziele und die Eltern könnten beruhigt sein über das, was mit ihren Kindern vorgeht, während der Schulzeit. Wir brauchen Schulbücher, die bereinigt sind, von der linken Ideologie der 68er. Die Schulen von heute entwickeln sich als Ort für die Rekrutierung von Jüngern für die Schwulen- und Lesbenbewegung. Da sich die Sodomiten ja nicht fortpflanzen können, müssen sie rekrutieren. Bislang haben sie mit Dreistigkeit versucht, die Schulen zu nutzen, um ihren "alternativen Lebensstil" anzupreisen und die Definition von Familie zu ändern.

Wegen ihrer Aussage wurde Frau Herman beim NDR gekündigt, aber um ihrer Aussage willen, wird sie natürlich für uns interessant. Deshalb hier einige weitere Bücher von ihr:





Die Kumpanei der Feministen

Revolte gegen das NormaleGender-Marxisten: Eine CDU-Ministerin erfüllt den altlinken Traum von der Liquidierung der Familie

Michael Paulwitz

Die Herz-Jesu-Marxisten sind in Rente gegangen - jetzt hat die Generation der Gender-Marxisten die Mission übernommen, die Union auf stramm linken Kurs zu bringen. In nahtloser Fortschreibung seiner rot-grünen Ausrichtung hat das Haus der CDU-Ministerin Ursula von der Leyen, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, eine führende Position in einem wohlorganisierten ideologischen Netzwerk übernommen, das unter dem harmlosen Mäntelchen der "Gleichstellung" einen alten linken Traum vollenden will: die Liquidierung der "bürgerlichen" Familie und die Aufhebung des lästigen biologischen Unterschieds von Mann und Frau zur Schaffung des neuen, von allen Bindungen "befreiten" und durchsexualisierten Einheitsmenschen.
Wer sich dem entgegenstellt, riskiert - zwar nicht physisch, aber doch in seiner öffentlichen Existenz - die Vernichtung. Mit Verrätern kennen totalitäre Ideologen keinen herrschaftsfreien Diskurs. Eva Herman kann davon jetzt ein Lied singen. Und wenn öffentlicher Protest die Genderisten zur kurzfristigen Frontbegradigung zwingt, wie etwa im Fall des Skandals um eine Ministeriums-Broschüre zur Sexualisierung von Kleinstkindern, der von Gabriele Kuby in dieser Zeitung aufgedeckt wurde und zur Einziehung der Publikation führte, heißt das noch lange nicht, daß auch das sexualrevolutionäre Endziel aufgegeben wird.
Nur eine abenteuerliche Verschwörungstheorie? Schön wär's. "Gender Mainstreaming" ist eine ideologische Kriegserklärung. Während Ministerin von der Leyen ihre mit Begeisterung von Rot-Grün übernommene "Querschnittsaufgabe" als neue Erfolgsstrategie in der Gleichstellung preist, redet man in ihrem Netzwerk Klartext: Wenn man "gender" - also die soziale Geschlechterrolle im Gegensatz zum biologischen Geschlecht - ernst nehme, müsse man die "Konstruktionen von Zweigeschlechtlichkeit" überwinden, also "Geschlechtervielfalt" herstellen, heißt es im Berliner "Gender-Manifest". Die Verfasser aus dem Umfeld des Leyenschen "GenderKompetenzZentrum" stehen dem Berliner "genderbüro" und "GenderForum" vor; die lange Liste öffentlicher Kunden, die sie bereits mit Beratungen, Schulungen und Konzepten beglückt haben, läßt erkennen, wie erfolgreich der Durchmarsch der Gender-Kader an die Subventionstöpfe verlaufen ist.
Ideologisch liegen die Wurzeln der Gender-Sekte im radikalen, Befreiung aus "patriarchalischer Bevormundung" verheißenden Alice-Schwarzer-Feminismus, der großzügig aus marxistischen Quellen schöpft. Die Existenz von Hausfrauen, Müttern und der arbeitsteiligen "kleinbürgerlichen Familie" ist der marxistischen Linken seit Urvaters Zeiten ein Ärgernis. Friedrich Engels erkannte im "Antagonismus von Mann und Weib in der Einzelehe" die "erste Klassenunterdrückung" in der Geschichte überhaupt. Und die Kommunistin Simone de Beauvoir rief zur Abschüttelung der jahrtausendealten Ausbeutung durch Patriarchat und Mutterschaft auf und nahm mit dem Schlachtruf "Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es" bereits den Kern der Gender-Ideologie vorweg.
Die "68er" nahmen sich dieses Aspekts der Marxschen Lehre mit besonderem Eifer an und riefen die "sexuelle Revolution" aus. Übriggeblieben vom Sturmangriff auf die "repressive" bürgerliche Familie ist die Verabsolutierung der Lust- und Triebbefriedigung des Individuums. Mit ihr einher geht die Verbindung von Kinderkollektivierung und Sexualisierung der Gesellschaft vom Kleinkindalter an. Der Lebensstil der Homosexuellenszene wurde, von den USA ausgehend, zum Maßstab, die Transsexualität zum Paradigma der Überwindung der Geschlechterschranken durch Umerziehung.
Das Programm, das Engels vorgegeben hat, ist dabei bemerkenswert konstant geblieben: Abschaffung der Familie, gleichartige Eingliederung von Mann und Frau in den Arbeitsprozeß und öffentliche Kindererziehung. So wenig originell die Gender-Ideologie ist, in der diese Strömungen zusammenfließen, so seltsam erscheint, daß eine CDU-Ministerin jetzt an der Spitze der Bewegung steht und ausgerechnet die ehedem christlich und antimarxistisch orientierte Union eine lupenrein linksradikale Anti-Familien-Politik betreibt. Eine Politik, die das Abseitige preist, Randgruppen hofiert und den Normalfall diskriminiert und verspottet: die Familie aus Vater, Mutter und Kindern, die noch immer das Ideal der Bevölkerungsmehrheit darstellt.
Feigheit und Opportunismus mag man als Ursache dieses Konformismus ausmachen, gepaart mit der traditionellen inhaltlichen Indifferenz einer Partei, deren höchstes Streben sich auf Machterwerb und Machterhalt richtet. Vor allem aber ist es die Furcht vor dem in Medien, Sozialindustrie und übernationalen Organisationen omnipräsenten feministischen Zeitgeist-Kartell und seiner inquisitorischen Macht: Selbst vermeintlich Konservative winken lieber jeden noch so abwegigen Vorstoß durch, statt sich mit den Gender-Ideologen anzulegen.
Im Ergebnis werden unter dem Deckmantel der "Familienpolitik" unverdrossen Steuergelder dafür verschwendet, die Frühsexualisierung unserer Kinder voranzutreiben. Die nach den Enthüllungen von Frau Kuby zurückgezogene Broschüre war nur die Spitze des Eisbergs. Nach wie vor sind Kindergarten- und Schulkinder einem propagandistischen Trommelfeuer ausgesetzt, das ihnen gleichgeschlechtliche Lebensweisen schmackhaft machen und sie zu Verhütungsexperten heranbilden soll. Abschreckend wird vor den Lasten und Mühen der Schwangerschaft gewarnt, statt den Heranwachsenden Wert und Verantwortung der Elternschaft nahezubringen, während Unionspolitiker sich in ihren Wahlkreisen als Hüter der Familie feiern lassen, deren steuerfinanzierter Abwicklung sie tatenlos zusehen.
Dem entgegenzutreten verlangt Mut und Standfestigkeit. Mut, die skandalösen Umtriebe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Foren, Büros und sonstigen Institutionen, an die diese Propagandaarbeit ausgelagert wurde, beim Namen zu nennen und den öffentlichen Protest zu mobilisieren. Mut, die Geldströme aufzudecken, die aus öffentlichen Kassen an dieses Netzwerk fließen, und sie auszutrocknen, wo immer sich die Möglichkeit dazu bietet. Mut auch, die millionenfache Abtreibung anzuprangern, statt sich bei deren Chefpropagandistin Alice Schwarzer anzubiedern.
Die Macht des Genderisten-Kartells ist geborgt, sie speist sich aus der Sprachlosigkeit und Passivität der Mehrheit. Beide müssen überwunden werden, wenn unser Volk eine lebenswerte Zukunft haben soll.
Titel: Die Kumpanei der Feministen / Warum es gleichgültig ist, ob Ursula von der Leyen oder Alice Schwarzer Familienministerin ist

http://www.jf-archiv.de/archiv07/200739092101.htm