Vom Aussterben bedroht sind nicht nur diverse Tierarten. Nein, vielmehr sind auch Institutionen wie Moral, Glaube und besonders die christliche Familie vom Aussterben bedroht. Das Vakuum, das durch das Fehlen der christlichen Familie entsteht, wird durch einen staatlichen tyrannischen Altruismus ersetzt. Die wenigen Kinder, die es in Deutschland noch gibt, werden verstaatlicht. Der folgende Beitrag aus der FAZ zeigt deutlich, warum entschiedene Christen seit Jahren konsequent gegen die sog. "Kinderrechte" sind. Diese "Rechte" werden dem Kind nicht gerecht, sondern sie sind ABM für Bürokraten, Jugendämter und Sozialarbeiter, die dann letztendlich die Eltern bevormunden. Die Durchschnittsbürger lassen sich immer wieder von den Medien verführen. Da wird bewußt ein schlimmer Fall von Vernachlässigung von Kindern wiederholt hochstilisiert bis das der dumme Durchschnittsbürger seiner eigenen Entrechtung durch den Staat befürwortet. Es ist ein übles Spiel, das gespielt wird. Hier werden Emotionen hochgespielt, aber es gibt nur wenig Vernunft.
Kinderrechte im Grundgesetz - Spirale nach unten
Von Stefan Dietrich
13. Dezember 2007. Es ist wieder so weit. Fast immer, wenn erschütternde Fälle von Kindstötungen oder -verwahrlosung eine Weile lang die Öffentlichkeit beschäftigen, kommt die SPD auf ihre Forderung „Kinderrechte ins Grundgesetz!“ zurück. Als ob sie dort nicht von Anfang an enthalten wären. Als ob auch nur eines dieser Familiendramen einem fehlenden Verfassungsartikel zuzuschreiben wäre. Was tatsächlich fehlt, ist eine systematische Begleitung aller Neugeborenen bis zum Vorschulalter, damit keines verlorengeht, das in prekären Verhältnissen aufwächst. Dafür reichen einfache Gesetze, und die wird es – endlich – bald in allen Ländern geben.
Der SPD genügt das nicht. Ihr Vorsitzender Beck will, dass im Grundgesetz steht: „Jedes Kind hat das Recht auf eine positive Entwicklung und Entfaltung sowie auf das erreichbare Maß an Gesundheit.“ Das wird man beim ersten Hinsehen gewiss gern unterschreiben. Im Artikel 6 geriete dieser Satz aber sofort in Konkurrenz mit jenem im Absatz 2: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ Kinderrecht stünde dann unter Umständen gegen Elternrecht.
Das eigentliche Ziel ist ein anderes
Das Elternrecht aber bildet (noch) die stärkste verfassungsrechtliche Barriere gegen eine Verstaatlichung der vorschulischen Erziehung. Das eigentliche Ziel dieses Vorstoßes zur Verfassungsänderung ist deshalb, das eine durch das andere zu ersetzen – auch wenn Beck das jetzt noch nicht sagt.
Der Boden dafür ist längst bereitet, auch mit Hilfe der Union: Mal mitleidig, mal vorwurfsvoll beklagen Politik und Medien die wachsende Überforderung von Eltern, fehlende Erziehungsfähigkeit und mangelnde Frühförderung der Kinder.
Ungute Familienverhältnisse gibt es gewiss, aber überfordert sind die meisten Eltern nicht mit ihren Kindern, sondern vom Staat. Über alle Konjunkturzyklen hinweg ist der Anteil der Kinder, deren Unterhalt durch Transferleistungen gesichert werden muss, ständig gestiegen – nach neuesten Erhebungen auf 25 Prozent. Der Darmstädter Familienrichter Borchert prangert an, dass heute schon ein Facharbeiterlohn von 30.000 Euro nicht mehr ausreiche, um eine Familie mit zwei Kindern zu ernähren; Kinderlose lägen dagegen bei gleichem Einkommen weit über dem sozialen Minimum.
Was unter den Tisch fiel
In der Familienpolitik dreht sich seit Jahrzehnten eine Spirale nach unten: Mit der Kinderzahl steigt das Armutsrisiko, mit der Armut der Druck auf doppelte Erwerbstätigkeit, mit der Doppelbelastung die Gefahr der Vernachlässigung der Kinder, mit der Zahl der „Problemkinder“ der Wunsch nach öffentlicher Betreuung. So hat die Politik die Probleme geschaffen, die sie zu lösen vorgibt.
Ingrid Sehrbrock, die stellvertretende Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, hat es gerade wiederholt: „Ziel muss in der Tat sein, dass der Besuch von Krippen, Kindergärten und Ganztagsschulen verpflichtend wird. Aber man kommt nicht in einem Schritt dahin.“ In diesem Umfeld würde sich auch Margot Honecker wohl fühlen.
Es gab die Chance, diese Spirale zu durchbrechen. In den Bundestagswahlkampf 2005 zogen die Unionsparteien mit dem Versprechen, den steuerlichen Grundfreibetrag je Kind auf 8000 Euro anzuheben. Die Mehrheit der heutigen Transferempfänger wäre damit wenigstens unabhängig von staatlichen Zuwendungen geworden. In den Koalitionsverhandlungen fiel dieses Postulat unter den Tisch.
Verlierer gibt es viele
Die Union schrieb sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf die Fahnen und feierte das als mutigen „Abschied von einem antiquierten Familienbild“. Zweimal vier Milliarden Euro zur Förderung der Erwerbstätigkeit von Müttern flossen in den Ausbau der Krippenplätze und in das neue Elterngeld. Dass Letzteres vor allem Besserverdienenden zugutekommen sollte, war beabsichtigt, wurde von Frau von der Leyen aber mit der Behauptung gerechtfertigt: „Alle Familien stehen künftig besser da“.
Nach nicht einmal einem Jahr sieht die Bilanz anders aus: Der Münsteraner Verwaltungswissenschaftler Stefan Fuchs hat aus vorliegenden Daten errechnet, dass annähernd sechzig Prozent der Eltern mit dem Elterngeld schlechter dastehen als mit dem abgeschafften Erziehungsgeld (zwei Jahre lang monatlich 300 Euro). Verlierer sind vor allem einkommensschwache und kinderreiche Familien, auch Alleinerziehende und Studenten.
Es droht die Verstaatlichung der Kinder
An der Gerechtigkeitsdebatte über Mindestlöhne und Managergehälter ist unterdessen vorbeigegangen, dass die wertvollste Leistung, die in dieser Gesellschaft erbracht wird, die Erziehung von Kindern, immer schlechter belohnt wird. Aber wozu eine häusliche Leistung belohnen, die man ohnehin nicht mehr haben möchte?
Die Kinderrechte im Grundgesetz wären der nächste große Schritt zur Verstaatlichung der Kinder. Über ihre Einhaltung würden nicht mehr „zuvörderst die Eltern“, sondern „die staatliche Gemeinschaft“ wachen. Von einem Recht der Kinder auf ihre Eltern ist nicht die Rede. Die Folgen solcher Remedur in der Familienpolitik würden schlimmer sein als die Ursachen, die ihnen als Vorwand dienten.
Quelle:
http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E32902B6743024BDF81B55A1246815821~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Im Endeffekt muß man also feststellen, daß vielmehr die Elternrechte gestärkt werden müssen. Das biblische Bild der Familie ist das beste Leitbild. Unser Heiland Jesus Christus wurde in arme Verhältnisse geboren. Seine Eltern - Maria und Josef - fanden keine Bleibe und mußten ihr Kind in eine Krippe legen. Daraufhin flohen sie ins Exil. Da war kein Jugendamt, daß diese armseligen Verhältnisse "betreuen" sollte. Dann hätte das Jugendamt von damals Maria und Josef das Sorgerecht für Jesus entzogen, weil in einer Krippe und in solch armen Verhältnissen das Kinderrecht auf positive Entwicklung und Gesundheit nicht verwirklicht wurde.
Sonntag, 30. Dezember 2007
Warum Kinderrechte nicht ins Grundgesetz gehören
Dienstag, 25. Dezember 2007
Gutes Kinderspielzeug wie einst bei der Kinderlandverschickung
Weniger Puppen und Stofftiere
Nur noch gut ein Drittel (34 Prozent) der Kinder zwischen sechs und zwölf wünscht sich nach einer aktuellen Studie klassisches Spielzeug wie Bastelsets oder Autos. Puppen und Stofftiere stehen sogar nur bei 14 Prozent der Kleinen auf der Wunschliste. Zu Weihnachten 2007 steht eine Spielkonsole bei jedem zweiten Jungen und jedem zweiten Mädchen auf der Wunschliste - im vergangenen Jahr wollte nur jedes dritte Mädchen ein Computerspiel haben. Für die Ergebnisse wurden Ende November rund 1325 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren befragt. Auf die Frage nach den drei größten Weihnachtswünschen antworteten dabei nicht einmal zwei von hundert Kindern, sie wünschten sich Harmonie in der Familie oder Gesundheit.
Dies sind bedauerliche Umstände, die von der Entchristlichung unserer Gesellschaft zeugen. Der Materialismus macht unsere Kinder süchtig und hypnotisiert sie in eine Traumwelt aus Egoismus, Gier und Rebellion.
An dieser Stelle danke ich meinen eigenen Eltern, die mir in meiner Kindheit in den 80er Jahren die Spielsucht des Commodore C64 erspart haben, durch die andere gleichaltrige Kinder geschädigt wurden und zur Passivität hypnotisiert wurden. So ist zu beobachten, daß die computer- und fernsehsüchtigen Kinder nicht fähig sind, vernünftig auf Fragen und Gespräche zu reagieren. Sie reagieren eher auf flimmernde Bilder als auf ruhige Worte. Sie werden teilnahmslos und unempfänglich. Wenn man sie anspricht rollen sie mit ihren Augen und sind nicht fähig, einem in die Augen zu sehen. Während man noch mit ihnen spricht, drehen sie sich weg und tun irgendetwas anderes. So verlernen sie das Zuhören. Die Gören und Memmen, die mit Videospielen aufwachsen, werden also immer unfähiger, normal zu kommunizieren. Aber auch Erwachsene leiden immer mehr unter diesem Schaden, denn diese laufen durch die Gegend und starren hypnotisiert auf ein Mobiltelefon. Ich meide das Wort Handy, denn das ist engleutsch. Ich spreche entweder deutsch oder englisch, aber kein Mischmasch aus beiden. Da beobachte ich in einem Wartezimmer eines Arztes ein junges Paar. Beide haben ein Mobiltelefon, worauf gottlose Musik abgespeichert ist, die sie sich gegenseitig abspielen. Dann flitschen sie beständig auf diesem Mobiltelefon, das zu ihrem Lieblingsspielzeug geworden ist, und schicken sich gegenseitig Textbotschaften zu. In mir entbrennt Zorn und Empörung über die Angewohnheiten solcher jungen Leute. Ich würde ihnen am liebsten ihre Mobiltelefone aus der Hand reißen und es ihnen links und rechts um die Ohren hauen, damit sie wieder an normaler menschlicher Kommunikation teilnehmen. Hier in den USA ist es immer noch nicht verboten, das Mobiltelefon im Auto zu benutzen. Somit sehe ich immer wieder Leute, die Auto fahren und dabei Mobiltelefon und Zigarette in der Hand halten. Das sollte man ihnen ebenso links und rechts um die Ohren hauen. Zumindest sollte der amerikanische Staat dieses Verhalten mit hohen Bußgeldern bestrafen, damit wenigstens der Krieg auf Pump abbezahlt werden kann oder allgemein die ca. 10 Billionen Dollar Staatsschulden abbezahlt werden.
Schädliches Spielzeug
Daß Puppen und Stofftiere bei Kindern heute weniger gefragt werden, ist nur in dem Sinne gutzuheißen, daß selbst diese Spielzeuge häufig der Gesundheit und dem Charakter des Kindes schaden. Viele der Spielzeuge von heute sind pures Gift. Die Firma Mattel hat 2007 viel Spielzeug zurückgerufen, weil es mit Blei vergiftet war. Andere Spielzeuge wurden zurückgerufen, weil sie Partydrogen enthielten. Spielzeughersteller sind gewissermaßen Giftmischer. Gift ist aber auch die Gestalt des Spielzeugs. Barbypuppen und ähnlicher Schund - hier in den USA gibt es Puppen namens Brats (Gören) - widersprechen dem christlichen Glauben. Mit solchem Spielzeug werden vor allem die Mädchen an ein falsches Lebensideal gewöhnt. Die Bibel sagt: "Ein schön Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem güldenen Haarband." Sprüche 11:22. "Wem ein tugendsam Weib bescheret ist, die ist viel edler denn die köstlichen Perlen." Sprüche 31:10. "Auf daß du bewahret werdest vor dem bösen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden. Lich dich ihre Schöne nicht gelüsten in deinem Herzen und verfahe dich nicht an ihren Augenlidern." Sprüche 7:24,25. "Er folgte ihr bald nach, wie ein Ochs zur Fleischbank geführt wird ... Ihr Haus sind Wege zur Hölle, da man hinunterfährt in des Todes Kammer." Sprüche 7. Immer wieder sehe ich, daß das Kinderspielzeug von heute schon auf diesen falschen Weg führt. Und nun ist es so weit, daß selbst die Mädchen süchtig werden sollen an Computerspielen. Den Herstellern von Computerspielen und all diesen komischen Spielkonsolen seien die Worte Jesu ans Herz gelegt:
WER ABER ÄRGERT DIESER GERINGSTEN EINEN, DIE AN MICH GLAUBEN, DEM WÄRE BESSER, DAß EIN MÜHLSTEIN AN SEINEN HALS GEHÄNGET, UND ER ERSÄUFT WÜRDE IM MEER, DA ES AM TIEFSTEN IST.
Besonders christliche Eltern dürfen hier nicht naiv sein. Leider sind sie oft zu naiv. Es ist Fakt, daß viel von dem heutigen Spielzeug ein Ärgernis für die Kinder ist, das sie von Gott abbringt und sie von der Freude des Glaubens entfremdet. Besonders dann, wenn in Kindergruppen durch den Gruppenzwang das Haben gewisser Spielzeuge aufgezwängt wird. Als ich in den 80er Jahren aufwuchs, da war ich oft aus der Gruppe ausgeschlossen, weil die anderen Jungen ein Commodore C64 hatten. Ich hatte dieses Ding nicht. An den endlosen Unterhaltunge über Computerspiele konnte ich also nicht teilnehmen, weil ich nichts davon wußte. Und heute bin ich Gott dankbar, daß ich dieser Götze niemals gehuldigt habe. Erst in den 90er Jahren habe ich einige Computerspiele ausprobiert, aber bald jegliches Interesse verloren. Heute benutze ich den Computer zum Ernst und nicht zum Spiel. Es ist ein Anblick von Weichlichkeit, wenn Männer Computer spielen. Die sollten lieber Holz hacken gehen. Die Christen von heute täten gut daran, einfach ein paar dieser modernen Götzen umzubringen (4. Mose 33:50-56). Das Volk Israel mißachtete Gott als es ins Verheißene Land einzog und vertilgten die Heiden nicht und brachten die Götzen nicht um. Das wurde ihnen später zum tragischen Verhängnis. Die Götzenbilder, die sie nicht niederrissen, verführten sie später dazu, sich vom wahren Gott loszusagen. Der Untergang Israels und Judas durch Assyrer und Babylonier war besiegelt. Uns im Gemeindezeitalter ist dies als Warnung niedergeschrieben. Viele naive und unwissende Leute haben unserer Tochter schädliches Spielzeug geschenkt. Ich habe schon mehrere volle Müllsäcke davon in den vergangenen Jahren weggeworfen. Dahinter steckt eine satanische Verführung. Es ist falsch, wenn Kinder Markennamen und Spielzeugnamen aufsagen können, aber die grundlegenden Worte des christlichen Glaubens nicht kennen. Dabei muß Christus Vorrang haben. Was sagt Jesus in Matthäus 19:13-15? Die Geldverschwendung für dieses unnütze Zeug "für" Kinder bricht mir das Herz, denn ich könnte ihnen eine mehrseitige Liste von guten Vorhaben, Zwecken, Projekten, Missionaren, Gemeinden und christlichen Werken aushändigen, die unsere finanzielle Liebesgabe bedürfen. Aber leider lieben so viele Leute Disney, Mattel, Apple, Viacom und andere Großkonzerne mehr als Gott den Herrn, der seinen Sohn zu unserer Rettung gab. Es ist also wichtig, daß naive Christen besonders in der Vorweihnachtszeit finanziell entrümpeln und sich die Prioritäten von der Bibel anstatt von der Gesellschaft diktieren lassen. Investieren sie in echte Ziele und nicht in nutzloses Gerümpel.
In diesem Sinnne also: Entrümpelungsaktion für Christus! Spielzeuge, die unsere Kinder davon wehren, zu Jesus Christus zu kommen, bitte entsorgen. Bitte nicht verkaufen, damit nicht andere Kinder verführt werden. Machen Sie hierzu einen ganz einfachen Test: Was motiviert ihre Kinder eher? Das Wort "Videospiel" oder der Name "Jesus"? Xbox oder Bibel? Ipod oder Immanuel? Laptop oder Gott? Wenn stets die weltliche Option mehr Begeisterung erzeugt, dann handelt es sich um eine Götze. Alles, was uns mehr bedeutet als Gott, ist eine Götze und muß entfernt werden ansonsten entfernen wir uns von Christus und der Freude des Glaubens. Marken werden zur Götze. Wir wollen keinen Charakter haben, der auf weltlichen Schund mit Begeisterung reagiert, aber auf Gott mit Lethargie und Apathie reagiert. Wenn man die Weihnachtsgeschichte in Lukas 2 liest, dann ist bemerkenswert, wie die Menschen auf Jesus Christus reagieren. Hirten kamen EILEND nach Bethlehem. Sie verbreiteten die Botschaft und priesen Gott. Wann haben Sie Gott das letztemal gepriesen? Männer sollen Gott preisen mit erhobenen Händen ohne Zorn und Zweifel (1. Tim. 2:8). Die Verlorenen, die Christus ablehnen, sind voll von Zorn und Zweifel wieder Gott. Zweifel, weil sie an das Evolutionsmärchen glauben. Zorn, weil sie aufgrund ihres Unglaubens nicht verstehen, warum Gott dies und jenes zuläßt, was im Licht der Ewigkeit dennoch nichtig und gering ist.
Wenn ich hier in den USA den sog. Wal-Mart besuche, sehe ich so viel Schundspielzeug. Wenn ich mit meiner Familie einkaufen gehe, meide ich diesen okkulten Spielzeugdschungel. Ich beobachte andere Eltern, wie sie süchtig ihre kleinen Diktatoren beschwichtigen und den Schund auf Befehl kaufen. Ich beobachte die Frechheit und die Gier. Dann lege ich stets Traktate aus und stecke sie in all die Packungen für solch begehrte Götzenspielzeuge. Das wird dann wahrhaftig eine schöne Bescherung für diejenigen, die dann eine Hurenpuppe auspacken und ein Traktat über den Herrn Jesus finden. Oder ein Traktat über schickliche Kleidung. Oder ein Traktat in dem die Falschheit des Weihnachtsmannes erklärt wird. "Daß nur Christus verkündiget werde allerlei Weise, es geschehe Zufalles oder rechter Weise; so freue ich mich doch darinnen und will mich auch freuen. Phil. 1:18.
DIE HERAUSFORDERUNG
Ich habe den Eindruck, daß das Spielzeug, das die Kinder damals im 3. Reich hatten, besser war, als das, was heute vermarktet wird. Schauen Sie sich im folgenden bitte das Buch der Kinderlandverschickung an:
http://bdmhistory.fotki.com/digitized/bdmhjmanuals/klvtoys/klvtoybookfrontcover.html
Wie sie soeben gesehen haben, handelt es sich um eine Anleitung der KLV zum Selberbasteln von Holzspielzeug. Dieses Spielzeug ist spielend herzustellen. Es kostet kein Vermögen. Wir können also weiterhin in echte Ziele investieren anstatt in Schund zu verschwenden. Es macht nicht abhängig von Chinesen. Es fördert kein Markenbewußtsein.
Lernen Sie hier, wie Sie mit einer Laubsäge aus Holz folgende Tiere aussägen:
http://bdmhistory.fotki.com/digitized/bdmhjmanuals/klvtoys/klv13.html
Ist es nicht entsetzlich, daß die Leute in der Nazizeit ein besseres Konzept von Spielzeug hatten als die Leute in der heutigen Zeit?
Im Gegensatz zu Spielkonsolen, die zu Passivität, Ignoranz der Umwelt und einseitiger Berieselung erziehen, erfordert dieses Spielzeug von damals Aktivität hier in der Wirklichkeit.
Was will ich damit sagen? Die Leute damals aus der Nazizeit beschämen uns heute. Trotz der bösen Ideologie, die ich nicht gutheiße, hatten sie dennoch weit mehr Verstand für ordentliches Spielzeug, das nicht der Charakterbildung der Kinder schadet . Die Menschen von heute setzen sich und ihre Kinder oft widerstandslos dem Konsumterror aus und werden davon geschädigt. Sie sind häufig nicht fähig, moderne Trends mit gesunder Skepsis zu betrachten. Kinder sind oft durch TV-Werbung die wehrlosen Opfer dieses Konsumterrors. Ihre Neugier und Empfänglichkeit wird schamlos ausgenutzt zum Nepp und zur charakterlichen und geistlichen Deformierung. Durch Gruppenzwang werden sie dann ganz von Kind an auf Gottlosigkeit geeicht. Da ist nichts Verwerfliches an dem Holzspielzeug aus den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts - Tiere, Pupppenstuben, Fahrzeuge, Soldaten und Reiter, erzgebirgische Schiffchen-Schaukel. Das ist doch wohl besser als Spielkonsolen, wo gemordet und geschossen wird und irgendwelche okkulten, finsteren Hintergrundgeräusche und -melodien laufen und wo die ständige Abhängigkeit an ein vernetztes, digitales Irgendetwas suggeriert wird.
Es ist eine große Enttäuschung für mich, wenn ich sehe, daß viele Christen, die in diesem Beitrag erklärte Wahrheit aufgrund Naivität oder absichtlicher Blindheit häufig nicht anerkennen wollen sondern stur dagegen widersprechen und sich feige der Welt anpassen. Die Zeche werden sie einestages leider noch zahlen müssen. Gottläßt sich nicht prellen. Damit meine ich ganz besonders diejenigen, die meinen, sie wollen ihren Kindern nichts "vorenthalten" oder "entziehen". Dabei lehrt Jesus wiederholt Selbstverleugnung und fordert wiederholt unsere Bereitschaft, den Gütern dieser Welt abzusagen, damit wir IHM nachfolgen können. Nachfolge erfordert Verzicht, denn wenn wir erst bei Christus sind, erhalten wir so viel mehr. Wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi. Titus 2:12,13. Wenn der Herr Jesus Christus wiederkehrt, um uns zu entrücken, was nützt uns dann eh all der Krempel dieser Welt? Der vergeht mit dem Rest der Welt.
Zu diesem Thema haben wir auch einige englischsprachigen Beiträge mit dem Thema "Gain vs. Godliness". Diese dreiteilige Botschaft baut auf 1. Timotheus 6:6-8. Hier können Sie alle drei Botschaften herunterladen:
Teil 1 http://www.solidrockfaith.com/realaudio/gaingodliness1.mp3
Teil 2 http://www.solidrockfaith.com/realaudio/gaingodliness2.mp3
Teil 3 http://www.solidrockfaith.com/realaudio/gaingodliness3.mp3
Mittwoch, 19. Dezember 2007
Was tut ihr unseren Kindern an?
Von Catrin Boldebuck
Von der Grundschule bis zur Uni - das deutsche Bildungssystem verändert sich rasant. Die Richtung stimmt - aber zu viele Schüler bleiben auf der Strecke. Sie sind dem Druck und dem neuen Tempo nicht gewachsen. Viele Eltern sind verzweifelt. Experten fordern die Ganztagsschule für alle. Die ganze Woche freut sich Imke auf den Donnerstag. "Dann habe ich in der Schule nur Nebenfächer, und am Nachmittag gehe ich zum Video- Clip-Dancing." Zusammen mit 15 anderen Mädchen übt Imke zu HipHop- Musik Drehungen und Schrittfolgen. Sie genießt diese eine Stunde in der Tanzschule - es ist ihre einzige echte Freizeit während der ganzen Woche. Imke ist zwölf Jahre alt. Täglich hat sie sieben Schulstunden. "In der letzten kann ich mich kaum noch konzentrieren", sagt sie. Um 14.20 Uhr ist die Schule aus, bis Imke zu Hause ankommt, ist es Viertel nach drei. Ihre Mutter wartet schon mit dem Essen auf sie. Dann muss sie Hausaufgaben machen: Vokabeln lernen, Mathe- Aufgaben lösen, Referate vorbereiten. 35 Schulstunden pro Woche, dazu täglich ein bis zwei Stunden Hausaufgaben, Mittwoch und Samstag geht Imke noch zur Französischnachhilfe, so kommt sie auf eine 48-Stunden-Woche. Ein normaler Arbeitnehmer in Deutschland ist nach 40 Stunden fertig. Imkes Vater, Arno Rapp, ist der Meinung: "Für Kinder in der Pubertät ist das eindeutig zu viel."Hunderttausenden Kindern in Deutschland geht es so. Tag für Tag wird ihnen zu viel zugemutet. Sie sollen in kürzerer Zeit mehr lernen als die Generationen vor ihnen. Der Erziehungswissenschaftler Klaus- Jürgen Tillmann sagt: "Nach Pisa wollte sich kein Kultusminister sagen lassen, er fordere nicht mehr Leistung, deshalb wurde der Stoff in den Schulen standardisiert und beschleunigt. Viele Kinder werden dadurch überfordert." Das dreizehnte Schuljahr wird gestrichen, der Lehrstoff bleibt gleich. Unter den Bundesländern ist ein Wettstreit ausgebrochen: Wer zieht am schnellsten Bildungsreformen durch? Berlin hat die Schulpflicht für Kinder ab fünfeinhalb eingeführt, Nordrhein-Westfalen und Bayern schulen schrittweise früher ein. Die meisten alten Länder lockern die Stichtagsregelung. Fast jedes zehnte Kind geht bereits mit fünf in die Grundschule. Alle Bundesländer, von Bayern bis Schleswig-Holstein, streichen das dreizehnte Schuljahr, verkürzen also die Zeit am Gymnasium von neun auf acht Jahre. Schulexperten sprechen deshalb von der "G8-Reform". Die Zeit wird gestrichen, aber der Stoff bleibt derselbe, die Lehrpläne wurden nicht entrümpelt. Laut Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) muss ein Schüler bis zum Abitur 265 Jahreswochenstunden haben. Die Kultusministerien verteilen das gestrichene Jahr auf die Unter- und Mittelstufe, auf die Klassen fünf bis zehn. Der Stoff wird verdichtet, immer mehr Stunden werden in die Stundenpläne der Kinder hineingepresst. Daher sitzt Imke aus Köln länger in der Schule als ihr großer Bruder Malte, der für sein Abitur noch neun Jahre Zeit hat. Malte ist 18 und hat in der zwölften Klasse 31 Schulstunden pro Woche, Imke in der siebten 35. Diese Beschleunigung dient einem Ziel: Mit hohem Tempo sollen die Schüler fit gemacht werden für den Arbeitsmarkt, auf dem qualifizierte Kräfte dringend gebraucht werden. Da zählt jedes Jahr. Deshalb sollen sie früher und schneller lernen. Mehr als bisher sollen Abitur machen und anschließend ihr Studium zügiger durchziehen. Der Druck wächst. Reformchaos: gut gemeint - schlecht gemacht.
Für manche Schüler geht der Stress viel zu früh los. Als Lukas fünf Jahre alt war, hatte er keine Lust mehr, im Kindergarten Mandalas zu malen, er beobachtete lieber Urzeitkrebse und Frösche, löcherte seine Eltern mit Fragen. Die beschlossen: „Wir schicken Lukas in die Schule.“ Schließlich sagen renommierte Hirnforscher, dass man gar nicht früh genug damit anfangen kann, Kindern Wissen zu vermitteln. Inzwischen ist Lukas elf Jahre alt, und seine Eltern bereuen ihre Entscheidung. Lukas lernte zwar schnell lesen und schreiben, aber er vergaß regelmäßig seine Hefte, trödelte bei den Hausaufgaben, konnte nicht so gut Fußball spielen wie die Jungen aus seiner Klasse. "Die anderen waren weiter als ich, das war ein blödes Gefühl", sagt Lukas. Er wiederholte die vierte Klasse. Die Einschulung mit fünf ist ein typisches Beispiel dafür, wie in Deutschland Bildungsreformen hingepfuscht werden - gut gemeint, aber schlecht gemacht: Richtig ist, dass schon Vier- bis Fünfjährige lernen können und wollen. Falsch ist, sie einfach in den Unterricht für Sechs- bis Siebenjährige zu stecken. Der kleine Lukas war bereit für die Schule - aber die Schule nicht für ihn. Die Lehrer richten ihren Unterricht an ältere, reifere Kinder. Fünfjährige können sich aber noch nicht so lange konzentrieren, sie brauchen Nischen und Pausen wie im Kindergarten.
Inzwischen hat man in vielen Grundschulen dazugelernt. Laut der neuen Iglu- Studie, der Internationalen Grundschul- Lese-Untersuchung, die in dieser Woche veröffentlicht wurde, liegen sie im internationalen Vergleich jetzt sogar im ersten Viertel. Der Schock, den die Pisa-Untersuchungen ausgelöst haben, wirkt heilsam. Die Grundschullehrer machen verstärkt.
Veränderungen zum Besseren sind machbar. Auch in Deutschland. Doch die Regel ist das leider nicht. Frühe Einschulung, Verkürzung der Schulzeit - das sind nur zwei Beispiele dafür, wie der falsch verstandene Reformwettstreit Kindern und Eltern schaden kann. Statt gründlich zu planen, werden sinnvolle Neuerungen überhastet umgesetzt. In den sechs Jahren seit dem ersten Pisa-Schock ist im Bildungssystem mehr passiert als in den 30 Jahren zuvor. Dabei macht jedes Bundesland seine eigenen Reformen, denn Bildung ist Sache der Länder. Durch die Föderalismusreform gibt es 16 unterschiedliche Lehrpläne, noch nicht mal das Schulsystem ist bundesweit einheitlich. Zum Beispiel schaffen Schleswig-Holstein und Hamburg gerade das dreigliedrige Schulsystem Hauptschule, Realschule und Gymnasium ab und stellen auf ein zweigliedriges um. Ein Umzug von einem Bundesland ins andere wird für Familien von schulpflichtigen Kindern so zum Risiko.
Eltern können sich über die Schulen nicht durch Rankings informieren.
Viele Eltern wünschen sich eine Schulpolitik aus einem Guss, von Bayern bis Schleswig-Holstein. Stattdessen knirscht es allerorten - vom Kindergarten bis zum Abi: In den Kitas sollen schon Drei- bis Sechsjährige Zahlen und Englisch lernen. Dafür haben viele Bundesländer extra Bildungsstandards entwickelt. Doch die meisten Erzieherinnen sind gar nicht dafür ausgebildet. Haupt- und Realschulen werden in Schleswig-Holstein zu sogenannten Regionalschulen zusammengefasst. Hamburg plant eine ähnliche Reform. Bayern dagegen baut seine Hauptschulen weiter aus. Ein Zentralabitur forderten die CDU-regierten Länder im Sommer. Doch die Bundesländer konnten sich weder auf einen gemeinsamen Prüfungstermin noch auf gemeinsame Standards einigen. In vielen Bundesländern werden die Schulen inspiziert. Die Ergebnisse liegen in den Schubladen von Beamten. Eltern haben keine Möglichkeiten, sich über die Schulen vor Ort durch Rankings zu informieren. Bildungsstandards sollen sicherstellen, dass alle Schüler bundesweit bis zum Ende der Klassen vier (Grundschule), neun (Hauptschule) und zehn (Realschule) das Gleiche lernen. Aber bisher gelten die Standards nur für ein paar Fächer, und es wird nicht überprüft, ob sie auch eingehalten werden.
Viele Eltern haben den Überblick und das Vertrauen verloren. Ihr größter Wunsch ist, dass aus ihren Kindern etwas wird. Am liebsten auf dem Gymnasium. Gleichzeitig wächst ihre Sorge, weil sie spüren: Leistungsdruck und Stress in der Schule nehmen zu. Die Kinder müssen funktionieren wie Erwachsene, sie werden bis zur letzten Minute verplant. Wie sie Zehn-Stunden-Tage überstehen sollen, wann sie in Ruhe essen können, darüber hat vor der G8-Reform kaum einer nachgedacht. Statt erst die Schulen auszubauen und dann die Zeit bis zum Abi zu verkürzen, bauen die Schulen jetzt erst Kantinen. Wenn Maximilian* Dienstag und Donnerstag bis 15.30 Uhr Unterricht hat, geht er während seiner einstündigen Mittagspause los und holt sich beim Bäcker eine Schlemmerzunge oder beim Imbiss Pommes mit Ketchup und Majo. Der 13-Jährige geht in die siebte Klasse eines Nürnberger Gymnasiums. Bayern hat bereits vor drei Jahren die Zeit bis zum Abitur verkürzt, aber an Maximilians Gymnasium gibt es noch immer kein Mittagessen.
Große seelische Belastung
Krank zu werden kann die Schulkarriere ruinieren. Maximilian hatte in der sechsten Klasse Pech: Erst erwischte ihn eine langwierige Grippe, dann auch noch ein Bänderriss, ausgerechnet am rechten Daumen. Vier Wochen musste er eine Schiene tragen und konnte nicht mitschreiben. Er verpasste viel Stoff. Obwohl seine Eltern, beide Lehrer, mit ihm lernten, konnte er die Lücken in Mathe, Englisch und Latein nicht füllen. Als sie sahen, wie ihr Sohn jeden Antrieb, jeden Spaß verlor, überredeten sie Maximilian, freiwillig die Klasse zu wiederholen. Maximilians Vater sagt: "Meine Frau und ich sind entsetzt, wie groß die seelische und körperliche Belastung für unseren Sohn ist. Was tun die unseren Kindern nur an!" Dass seine Aussage unter seinem Namen in der Zeitung steht, möchte er nicht.
Die Schule beherrscht in vielen Familien den Alltag. Sie diktiert nicht nur den Tagesablauf, sondern ist ständiger Anlass für Streit und Frust. Auch bei Familie Pohlen aus Augsburg gab es jede Menge Ärger um Noten, Klassenarbeiten, Hausaufgaben. Die 13-jährige Saskia spielte gern Theater. Das kostet zu viel Zeit, fanden die Eltern und strichen ihr das Hobby. Saskia war wütend und traurig. Sie verhandelte mit ihrer Mutter. Der Kompromiss: "Immerhin darf ich jetzt Souffleuse sein, da muss ich erst im zweiten Halbjahr zu den Proben und kann mich jetzt auf die Schule konzentrieren", sagt sie. Schon jetzt diskutieren die Eltern, ob Saskias kleine Schwester im nächsten Sommer auch aufs Gymnasium soll. "Ich will der Kleinen den Stress nicht zumuten", sagt Marion Pohlen. Ihr Mann Klaus dagegen meint: "Heute bleibt einem nichts anderes übrig, als Abitur zu machen. Da müssen die Mädchen durch."
Von den Eltern hängt immer stärker ab, was aus ihrem Kind wird, vor allem von den Müttern. Marion Pohlen investiert viel Zeit in ihre beiden Töchter. "Erst lerne ich mit Saskia Latein, dann gucke ich bei der Kleinen, ob sie alle Hausaufgaben macht. Dann setze ich mich wieder zu Saskia und frage sie Englischvokabeln ab. Ich weiß gar nicht, wie Mütter das machen, die Vollzeit arbeiten." Wer es sich leisten kann, kauft sich Zeit - am Nachmittag. 124 Euro bezahlen Imkes Eltern aus Köln jeden Monat für die Französischnachhilfe ihrer Tochter bei der "Schülerhilfe". Die privaten Nachhilfe-Institute profitieren vom Zeitdruck, der an den staatlichen Schulen herrscht. Jährlich setzen sie etwa 360 Millionen Euro um. Die privaten gleichen das Versagen der öffentlichen Schulen aus: Sie fördern gezielt den einzelnen Schüler. Was die Schüler vormittags nicht begreifen, holen sie nachmittags nach. Für das deutsche Schulsystem ist es eine Bankrotterklärung, dass inzwischen an den Gymnasien jedes zweite Kind Nachhilfe bekommt. Bei der "Schülerhilfe" in Köln-Porz, zu der Imke regelmäßig geht, ist der Andrang so groß, dass die Leiterin der Zweigstelle im vergangenen Jahr zusätzlich neue Räume anmieten musste. "Das kann doch nicht nur an den Schülern liegen, die sind doch nicht dümmer als früher", sagt Imkes Vater.
Die Lehrer sehen das Elend
Früher hatten Schüler mehr Zeit zum Lernen. Um die binomischen Formeln oder Kants Aufklärung zu kapieren, braucht der Mensch Muße. "In den letzten 200 Jahren wurde die Schulzeit immer weiter ausgedehnt", sagt Bildungsforscher Klaus Klemm. "Das wurde als Fortschritt begriffen." Heute gilt es als Nachteil. Deshalb muss es jetzt in der Schule fix gehen, zum Wiederholen und Vertiefen fehlt die Zeit. Viele Lehrer machen weiter Frontalunterricht, obwohl alle Experten sagen, dass Vorträge vom Lehrer sich mit Einzel- und Gruppenarbeit der Schüler im Unterricht abwechseln sollten. Die Lehrer sehen das Elend. Oft sind sie machtlos - und viele sind auch gar nicht fähig, besseren Unterricht zu machen und den Druck auszugleichen.Fritz Felux, 59, unterrichtet Biologie und Chemie am Robert-Koch-Gymnasium in Deggendorf, Bayern. Er muss jetzt den Stoff der neunten Klasse bereits in der achten durchnehmen. Dabei würde er seine Schüler gern mehr selbst experimentieren lassen, ihnen mehr Zeit geben, den Stoff zu wiederholen. Der erfahrene Lehrer kritisiert die überhastete Einführung der G8-Reform. Er sagt einen Satz, der die Lage auf den Punkt bringt: "Mir tun meine Schüler leid."
Der Bildungssoziologe Fritz Reheis* beschreibt die Folgen dieser Hetzerei: "Die Turboschule betreibt Fastfood und Wegwerfbildung. Die Ergebnisse sind Mittelmaß. Es fehlt die Zeit zum Nachfragen und Üben, zur Pflege der kindlichen Neugier, zur Nutzung der produktiven Kraft des Fehlers." So lernen Kinder nicht fürs Leben, sondern nur für den nächsten Test. Anschließend vergessen sie sofort wieder alles. Selbstständiges Denken, Arbeiten in der Gruppe, Kreativität - das sind keine Soft Skills, die Schüler plötzlich bekommen, weil sie im Berufsleben gefordert werden. Sondern diese Fähigkeiten müssen sie täglich im Unterricht üben. Aber wie löst man das Dilemma: besser lernen in kürzerer Zeit?
An Ganztagsschulen gibt es in der Unterstufe keine Hausaufgaben
Die meisten Bildungsexperten antworten so: Wenn Kinder den ganzen Tag lernen sollen, müssen sie auf eine sogenannte gebundene Ganztagsschule gehen. An so einer echten Ganztagsschule gibt es nach 14 Uhr nicht nur Handball- oder Töpferkurse, sondern der reguläre Unterricht geht bis 15 oder 16 Uhr. Dadurch gewinnen Lehrer und Schüler Zeit. Der Unterricht findet nicht mehr im starren 45-Minuten-Takt statt, es gibt mehr Doppelstunden, in denen die Schüler länger an einem Thema arbeiten können. An Ganztagsschulen haben die Schüler eine lange Mittagspause. Sie haben nicht nur Zeit zu essen, sondern können sich ausruhen, lesen oder Sport machen. Musik- und Theater-AGs werden über den Tag verteilt. In der Unterstufe haben die Schüler keine Hausaufgaben. Wenn sie gegen 16 Uhr aus der Schule kommen, haben sie echte Freizeit. Jede sechste Schule in Deutschland nennt sich Ganztagsschule. Doch nur rund 2000 sind echte, also gebundene Ganztagsschulen.
Wilfried Bos vom Institut für Schulentwicklungsforschung in Dortmund und Leiter der Iglu-Studie findet, dass man Kindern ruhig mehr zumuten kann: "Auch in anderen Ländern haben Kinder eine 40- Stunden-Woche, zum Beispiel in Frankreich. Allerdings besuchen sie Ganztagsschulen, die darauf eingestellt sind und den langen Schultag strukturieren. Wenn man Ganztagsschule macht, muss man sie richtig machen, also verbindlich für alle." Auch in Schweden, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden lernen die Schüler den ganzen Tag. Österreich und die Schweiz diskutieren über die Verlängerung der Schultage. Die linke Lehrergewerkschaft GEW fordert die Ganztagsschule schon lange. Sogar der konservative Philologenverband ist inzwischen dafür. Der Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger kritisiert die hastige Einführung des Abiturs nach acht Jahren: "Jeder wusste, dass die Stunden umgelegt werden müssen und dass dies im Halbtagsunterricht nicht zu stemmen ist. Wir brauchen eine neue Rhythmisierung an den Schulen mit mehr Pausen."
Nur durch die Ganztagsschule können die sozialen Unterschiede abgebaut werden. Denn in keinem anderen Land entscheidet so deutlich die Herkunft über die Schullaufbahn wie in Deutschland. So haben Kinder von Beamten eine viermal höhere Chance zu studieren als Arbeiterkinder. Ganz düster sieht es für Migrantenkinder aus, fast jedes fünfte macht nicht mal einen Abschluss. "Durch die Zeitverdichtung wird die Selektivität noch größer", warnt Bildungsforscher Klemm. "Es besteht die Gefahr, dass noch mehr Schüler aus dem System kippen."
Das klassische Vorurteil: Gesamtschulen sind für Loser
Oder sie steigen aus. Wie Louis aus Hamburg. Der 16-Jährige hatte die Empfehlung fürs Gymnasium, aber er hielt die langen Tage nicht durch. "Dienstag hatten wir in der achten und neunten Stunde Erdkunde, da war ich zu müde zum Zuhören", erzählt er. Obwohl er nach einem festen Wochenplan übte und sogar sein geliebtes Saxofon aufgab, schaffte er es nicht. Schließlich stand er in Erdkunde und Spanisch auf Fünf. Nach der achten Klasse wechselte Louis auf die Gesamtschule. Erst wollte er nicht, weil er dachte: "Da gehen doch nur Loser hin." Inzwischen ist er froh, denn er hat ein Jahr gewonnen - die Gesamtschulen machen bei der G8-Reform nicht mit. Die Zeit tut Louis gut, er ist in allen Fächern eine Note besser geworden.Wer das Abitur nach acht Jahren haben will, muss die Ganztagsschule einführen. Doch mehr Lehrer und Schulkantinen kosten Geld: mindestens 15 Milliarden Euro. Das Bundesbildungsministerium stellt bis 2009 vier Milliarden Euro zur Verfügung - allerdings nur für den Bau, nicht für das Personal. Die Kosten für die Lehrer zahlen die Bundesländer. Deshalb hält sich ihr Interesse an dem Ausbau der Ganztagsschulen bisher in Grenzen. Sie haben erst 2,45 Milliarden Euro von dem Geld aus der Bundeskasse abgebucht.
So wie es jetzt läuft, wird die Politik ihr Ziel nicht erreichen. Es wird nicht mehr Abiturienten geben. Und die Studentenzahl wird ebenso wenig steigen. Denn auch der Campus ist keine chaosfreie Zone. Die Diplomstudiengänge werden abgeschafft. Doch die neuen Bachelor- und Master- Studiengänge schrecken eher ab. Nach sechs Semestern sollen die Studenten den Bachelor in der Tasche haben und sich einen Job suchen. Nur die Besten eines Jahrgangs sollen weiterstudieren und nach vier Semestern den Master-Abschluss erwerben. Wie hoch allerdings die Quoten für die Master-Studiengänge an den einzelnen Unis sein werden, steht noch nicht fest.
Stephan Dohmen, 20, studiert seit Anfang Oktober in Köln. Aber Stephan weiß nicht, was sein Chemie-Bachelor auf dem Arbeitsmarkt einmal wert sein wird: „Das können uns auch die Profs nicht sagen.“ Wenn er sich in drei Jahren mit dem Bachelor bewirbt, konkurriert er mit einem Chemikanten, der mindestens drei Jahre in einem Unternehmen gelernt hat. Doch der verdient während seiner Ausbildung Geld, Stephan muss 500 Euro Gebühren pro Semester zahlen. Weil seine Eltern ihn nicht unterstützen können, bekommt er Bafög. Für die Studiengebühren nimmt Stephan einen Kredit auf. Wohl ist ihm dabei nicht. „Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt studieren soll“, sagt er. Ziel der Hochschulreform ist es, die Zahl der Studenten zu steigern. Doch seit vier Jahren sinkt die Studienanfängerquote. Nur 36 Prozent eines Jahrgangs studieren. Dabei sollten das 40 Prozent tun, fordert Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Und jeder vierte Student macht keinen Abschluss.Steffen Soltau, 22, studiert seit fünf Semestern Medien- und Kommunikationswissenschaften in Hamburg. Er finanziert sein Studium selbst, jobbt drei bis vier Tage die Woche, deshalb sind 500 Euro für ihn "irre viel Geld". "Damit ich die Gebühren bezahlen kann, muss ich mehr arbeiten. Dadurch habe ich keine Zeit mehr für Praktika, die ich aber dringend brauche, um Berufserfahrung zu sammeln", sagt er.
Es muss mehr Geld ins Bildungssystem
Wofür die Studiengebühren ausgegeben werden, ist von Uni zu Uni verschieden. Per Gesetz soll damit die Lehre verbessert werden. Die meisten kaufen davon Bücher oder stellen wissenschaftliche Hilfskräfte ein. Neue Professoren dürfen davon nicht bezahlt werden. Steffen sieht für seine 500 Euro noch keine Verbesserung. Viele Vorlesungen sind nach wie vor überfüllt. Wie bei der Schule, so sind auch die Reformen an der Universität nicht zu Ende gedacht.Hinzu kommt die permanente Personalknappheit. Auf einen Hochschullehrer kommen im Durchschnitt 53 Studenten. Das sind viel zu viele. 23 wären sinnvoll, sagt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Sie fordert: Damit sich die Lehre verbessert, müsste die Zahl der Dozenten in den nächsten fünf Jahren verdoppelt werden. Doch das kostet Geld. Es ärgert Steffen, dass er für seinen Schmalspurstudiengang zahlen muss: "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich genug lerne." Deshalb will er nach dem Bachelor unbedingt noch seinen Master machen, gern im Ausland. "Wenn ich schon zahlen muss, dann will ich auch bessere Studienbedingungen haben."
"Es ist gut, dass Bewegung ins System kommt", sagt Bildungsforscher Klemm, "aber damit wir in Deutschland einen echten Sprung nach vorn machen, muss mehr Geld in die Bildung fließen. Sonst leidet die Qualität. Und der Abstand zwischen schwachen und starken Jugendlichen wächst weiter. Das können wir uns nicht leisten." Imke aus Köln ist eine fleißige Schülerin. Sie will unbedingt Abitur machen, damit sie später "mehr Chancen im Beruf" hat. Spaß macht ihr der Unterricht nur noch manchmal. Beim Start in die Schule sieht das noch ganz anders aus: Die Hälfte der Sechsjährigen geht "sehr gern" zur Schule. Sieben Schuljahre später sagen das nur noch 16 Prozent der 13-Jährigen, so das Ergebnis einer Umfrage unter Kindern. Die Schule macht unglücklich, sie treibt ihnen den Spaß am Lernen aus. Bildungspolitikern wird die Zeit knapp. Kluge Leute braucht das Land. Je mehr, desto besser.
* Name von der Redaktion geändert
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Bildung-Was-Kindern/604523.html
Fazit:
1. Die Gesamtschule ist kein Allheilmittel. Echte Bildungsalternativen wie Homeschooling - Schulunterricht zu Hause - müssen legalisiert und anerkannt werden.
2. Junge Leute werden nun bei der Bildung abgezockt. Studiengebühren für Abschlüsse bei denen sie nicht wissen, ob sie damit später überhaupt Arbeit finden. So entstehen nun überall private Bildungsangebote. Abschlüsse werden verkauft. Wenn ein Student sich mit einem Abschluß später nicht erfolgreich bewerben kann, sollte es eine Art "Geld-Zurück-Garantie" geben, mit der der Student seine Studiengebühren zurückfordern kann. Mit dieser Maßnahme kann man die Nepper, Schlepper und Bauernfänger unter den Bildungsanbietern unterbinden.
Freitag, 14. Dezember 2007
Sicherheitsparanoia
Sicherheitsparanoia ist eine neue Volkskrankheit, die zur weit verbreiteten Folgeerscheinung des endlosen Krieges gegen den Terrors ist. Ein Krieg, der jetzt schon länger andauert als der Zweite Weltkrieg. Die Sicherheitsparanoia wird sichtbar in den wiederholten Überreaktionen wie z. B. hier in diesem Fall:
Phantom gegen PA46 – wie das LuftSiG den Luftverkehr unsicher macht
Sicherheitsparanoia führt dazu, daß jeder Bürger, der ein untypisches Konsumverhalten zeigt und von den Normen der Masse abweicht, ausgespäht wird und als potentielle Bedrohung dargestellt wird. Seit dem 11.09.2001 schmieden sich westliche Staaten fleißig ihr eigenes Gefängnis, denn dort siecht es sich sicher. Der Krieg gegen den Terror führt nicht zum Sieg sondern siecht dahin - hin zum totalen Überwachungsstaat wo jeder Mucks registriert und abgespeichert wird.
Warum sagt uns die Bibel folgendes?
Denn ihr wißt ja genau, daß der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: "Friede und Sicherheit", dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen. 1. Thess. 5:2,3
Die Christen sind von Gottes Wort zu Nüchernheit und Wachsamkeit aufgerufen. Das ist Teil des siegreichen Lebens in Jesus Christus. Diejenigen, die Christus ablehnen, wollen sich eine falsche irdis
che Sicherheit aufbauen. Wer Christus ablehnt und Ihm nicht glaubt, der entfernt sich selbst von der schützenden Hand Gottes. In wievielen Psalmen ist davon geschrieben, daß Gott unser Schutz, unser Schirm, unsere feste Burg ist. Wer sagt, daß es keinen Gott gibt, oder in bewußter Rebellion gegen Gott lebt, weil er zu sehr seine Sünde liebt, der ist schutzlos. Wir brauchen den Schutz Gottes! Im hier abgebildeten Plakat aus den 30er Jahren verspricht die Zentrumspartei Schutz. Was ist aus diesem "Schutz" geworden"?Ja, Familie, Heimat und Arbeit brauchen Schutz. Aber unsere Hoffnung ist keine Partei, kein Innenministerium, keine UN, sondern der lebendige Gott.
Besser ist's, bei dem Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen; besser ist's, bei dem Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Fürsten zu verlassen. Psalm 118:8,9
Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des bösen auslöschen könnt, ... Epheser 6:16
Wenn die Wege eines Menschen dem Herrn wohlgefallen, so läßt er selbst seine Feinde mit ihm im Frieden leben. Sprüche 16:7
Die seit dem 11. September 2001 einsetzende Sicherheitsparanoia versetzt uns in ständige lähmende Angst vor unseren Feinden. Wir können nicht mit unseren Feinden im Frieden leben, denn unsere Wege Gefallen Gott nicht wohl, denn kein Mensch fragt nach Gott. Daher haben so viele Menschen kein Sündenbewußtsein mehr. Sie sind so völlig abgestumpft.
Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, dann wacht der Wächter umsonst. Psalm 127:1
Videoüberwachung, Rasterfahndung, Biometrie, internationale Kooperation zwischen Behörden und Geheimdiensten, Spähprogramme, Lauschangriff, Aufzeichnen u. Abhören von Telefonaten, E-Post-Überwachung, Ausspähen von Kreditkartentransaktionen und all dieser Aktionismus sind umsonst, wenn wir nicht zuerst einmal danach fragen, ob die Wege der Menschen von heute Gott wohlgefallen.
Der krasse Gegensatz zwischen Gottes Wegen und den Wegen der Menschen führt schnell zu dem Schluß, daß Gott kein Gefallen hat an den Denkmustern, Aktivitäten, Verhaltensweisen, Ideologien, Meinungen, Ansichten, Spielzeugen, Praktiken der heutigen Menschen. Dieser ganze moderne Zinnober angefangen von Frauen in der Kanzel über Globalisierung, Homo-Wahnsinn, Perversion, Unzucht, Nacktheit, Ablehnung der Autorität der Heiligen Schrift etc. führt uns nicht zu Gottes Wohlgefallen.
Ganz im Gegenteil: Weil wir mehr und mehr von Gott abfallen und wie Sodom und Gomorra werden, kann Gott unsere Feinde über uns zum Gericht über unsere Sünde erheben. Das ist ein grundlegendes biblisches Prinzip. Sehen Sie einmal das Buch Richter. Hier lernen wir von der Nation Israel. Wandelt die Nation mit Gott, gibt Gott der Nation Frieden. Fällt die Nation von Gott ab, dann erhebt Gott feindliche Nationen gegen Israel, damit Israel in seiner Not wieder Gott anruft. Dann sendet Gott Rettung. Das gleiche Prinzip beim verlorenen Sohn in Lukas 15. Er verläßt das Vaterhaus und genießt das Vergnügen der Sünde. Erst als die Hungersnot kam und er all sein Vermögen verschwendet hatte und Mangel litt, kam er zu sich. Wirtschaftliche Not brachte in erste wieder dazu, zu sich zu kommen. Heutzutage sodomisiert unsere Wirtschaft: Hesekiel 16:49,50 sagt uns, daß dort die Schere zwischen Reich und Arm weit auseinander ging. Die einen hatten sorglose Ruhe, verbrachten ihre Zeit in Restaurants und kauften nur teure High-End-Produkte und verdienten ihr Geld mit Perversion, während man sich um die Bedürftigen und Armen nicht kümmerte. Dafür war keine Zeit, denn laut 1. Mose 19 hat es in Sodom viel Nachtleben und wilde Parties gegeben. Das ist eine sodomisierte Wirtschaft. Viel Prassen, viel Konsumrausch, viel Verschwendung für Vergnügung, völlig pervertierte Werbung, kein Geld übrig für Wesentliches, keine Almosen, kein Zehnter, keine fröhlichen Geber. Ganz nebenbei: Während Lot in Sodom vor sich hinsiechte und mit ansehen mußte, wie das Fernsehen in Sodom nur Zügellosigkeit (Seifenopern, Gewalt, Sabbelschwätz, Scheidungen, Gericht, Mord, ...) und gesetzlose Werke zeigte, war Abraham fernab und betete für die Rettung der Gerechten in Sodom (1. Mose 18:16-33). Wir müssen heute ebenso für die Rettung von Sündern bitten, damit sie den Herrn Jesus aufnehmen und am ewigen Leben teilhaftig werden, denn so viele Menschen sind völlig vom Gott dieser Welt verblendet, so daß sie das Licht des Evangeliums nicht erkennen.
Abraham überblickte Sodom von weitem. Er wollte aber mit Sodom nichts zu tun haben (1. Mose 14:22-24). Er kam lediglich Lot, seinem Neffen, zur Hilfe. Abraham ergötzte sich aber nicht am kommenden Gericht über den Sündenpfuhl. Er zeigte keine Schadenfreude ("Das habt ihr verdient", "Geschieht euch recht") oder Rachsucht. Am Tag nach der Einäscherung Sodoms kam er morgens auf den Berg und schaute herab (1. Mose 19:27-29). Gott hörte Abrahams Gebet. Hatte Abraham die Gewohnheit dort auf dem Berg zu beten? Er schaute auf Sodom herab. Wir sollten ebenso auf die Sünde dieser Zeit herabsehen anstatt zu ihr aufzuschauen. Wir müssen lernen, Gott über alles zu schätzen und die weltlichen Dinge geringzuschätzen.
Auf den König von Sodom ließ sich Abraham aber nicht ein, aber Abraham ließ sich auf König Melchisedek ein. Dies ist wohl eine "Präinkarnation" des Herrn Jesus Christi, der ja selber unser König der Gerechtigkeit und des Friedens ist. Hebräer 7 u. Psalm 110:4. Es gibt verschiedene alttestamentliche Erscheinungen des Herrn Jesus. Wer war der vierte man im Feuerofen im Buch Daniel? Mit wem (Mann, Gott, Engel) kämpfte Jakob am Jabbok in 1. Mose 32?
Abraham fand seinen Schutz und seine Sicherheit bei Gott. Seine Wege gefielen Gott wohl. Die Leute von Sodom hätten sich mit Sicherheitsparanoia verrückt machen können, aber unser detailorientierter Gott findet immer eine Schwachstelle, so daß alle Sicherheitsparanoia umsonst ist. Wer nicht danach fragt, ob seine Wege Gott wohlgefallen, der lebt nicht sicher.
Wer Gott wohlgefallen will, der braucht zuerst Glaube (Heb. 11:6). Der bracht Vergebung der Sünde. Der bracht Versöhnung mit Gott (2. Kor. 5:20,21). Der muß verstehen, daß Christus für uns am Kreuz starb, um uns frei zu machen von der Knechtschaft der Sünde und der Vergänglichkeit. Mehr noch: Weil Christus von den Toten auferstaden ist, können auch wir durch den Glauben an Jesus Christus, Gottes Kraft erfahren, die uns am ewigen Leben und an einer neuen Natur teilhaftig macht. Gottes Liebe gilt dir, denn Gott hat Seinen Sohn Jesus Christus gegeben, damit wir gerettet werden und bei Gott auf ewig sicher sind.
Montag, 3. Dezember 2007
Gutes im weltweiten Netz
So manche interessante Beiträge im weltweiten Netz möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.
"Prüfet aber alles und das Gute behaltet! Meidet allen bösen Schein" 1. Thess. 5:21,22.
1. Weihnachtsmann-freie Zone
Das kommende Christfest hat nichts mit dem Weihnachtsmann zu tun. Es gibt einen St. Nikolaus, Bischof vom Myra. Dessen Festtag ist der 6. Dezember. Der Weihnachtsmann ist ein Hirngespinst, um Konsum, Materialismus und Einzelhandel zu fördern. Es handelt sich um eine dümmliche Pervertierung des ursprünglichen St. Nikolaus, dessen eigentliches Lebenswerk auch heute unsere Nachahmung verdient.
Erfahren Sie hier mehr: http://www.weihnachtsmannfreie-zone.de/
Weihnachten hat mit Christi Geburt zu tun, da das Wort Gottes Fleisch wurde (Joh. 1:14). Alles andere ist tatsächlich Humbug.
2. Zwölfuhrläuten aus Bayern
Jetzt lebe ich hier in den USA und hier kennt man im ländlichen Süden keine Kirchenglocken. Was es hier jedoch in den letzten Jahren gibt, sind kitschige Glockentürme aus Kunststoff, mit einem Lautsprecher der einen künstlich erzeugten Glockenton abgibt oder sonstigen Unfug abspielt. Gemeinden können sich so ein Kunststofftürmchen aus dem Katalog bestellen und dann wird es schnell von Handwerkern fertig geliefert und installiert. Was für eine sinnlose Geldverschwendung für etwas Unechtes. Wenn ich etwas aus Deutschland vermisse, dann ist es sicherlich der schöne Klang der Glocken, den man in den Dörfern und Städten hört. Umso besser finde ich, daß der Bayerische Rundfunk das Zwölfuhrläuten aus sämtlichen bayrischen Kirchen als MP3-Datei zum Herunterladen präsentiert:
http://www.br-online.de/land-und-leute/thema/12uhr/index.xml
3. Die Hüterin der Zeit
Sehr interessanter Beitrag über eine Mesnerin, die täglich die Kirchturmuhr der Dorfkirche aufzieht. Nun aber wird diese Funktion leider auch durch Elektronik ersetzt. Frau Schramm erzählt aus ihrer langjährigen Erfahrung.
http://www.podster.de/episode/360816
4. Tage und Nächte im Wald
Eine der wohl besten MP3-Radiosendungen (auch mit dem Unwort "Podcast" ) über einen Waldeinsiedler. Da ich sehr viele Stunden in einem lauten Fabrikumfeld arbeite, wo Druckerpressen, Falt- und Klebemaschinen viel Lärm abgeben, ist es ziemlich verständlich, daß ich abseits der Arbeit die Stille suche. Dieser Bericht über einen Einsiedler und einen Förster im Schwarzwald ist höchst interessant und gut aufgenommen. Jeder normale Mensch hat das Verlangen nach Alleinsein und Mit-Gott-Sein, so wie es Jesus selber zeigt in Mt. 6:6, Mt. 14:23, Mk. 1:34, Mk. 6:31, Lk. 4:42-44, Lk. 9:18 etc. Dieser Beitrag ist besonders den Christen zu empfehlen, die keine wahre Erfüllung im bloßen Gruppenzwang einer Gemeinde im Predigthörsaal finden.
http://www.podster.de/episode/343252
5. Deutsche Sprachwelt
Die deutsche Sprache wird im Zuge von Amerikanisierung und Globalisierung immer mehr entstellt. Begriffe wie Handy, Halloween, E-Mail, ipod, Podcast, Internet usw, sind keine deutschen Wörter. Die folgende Internetseite widmet sich einem gesunden Bewußtsein für die deutsche Sprache. Als Deutscher lebe ich seit sieben Jahren nun in den USA. Meine Erfahrung ist: Amerikaner bleibt amerikanisch. Deutsche bleibt deutsch! Es ist nicht recht, wie den Amerikanern, von der Wirtschaftselite die spanische Sprache aufgezwungen wird, weil die politische und wirtschaftliche Verschmelzung von Nord-, Mittel- und Südamerika doch insgeheim schon beschlossene Sache ist. Ich habe den dringenden Verdacht, daß die unkontrollierte Einwanderung von Mexikanern in die USA von der Elite gewollt ist, weil es ihrem Zweck - Neue Weltordnung - dient. Mittlerweile verärgert es mich sehr, mit welchem eifernden Imperialismus amerikanisches Konsumverhalten (fast food, Hollywood, Starbucks, Wal-Mart, Rap ...) in Deutschland Fuß faßt. Dies hat bereits schon zu fatalen gesellschaftlichen Fehlentwicklungen (Schulschießereien, Kriminalität, Überschuldung) geführt und die Verrohung der Gesellschaft zu oberflächlichen, reizüberfluteten Zombies wird immer schlimmer, wenn nicht diesem negativen Trend Einhalt geboten wird. Hier ist deshalb eine Seite zur deutschen Sprache:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/
Mehr noch: die negativen Fehlentwicklungen amerikanischer Spielfime werden im folgenden MP3-Beitrag diskutiert. Obwohl da leider einige fragwürdige und unbiblische Standpunkte vertreten werden, stimme ich dennoch den Ansichten über die Spielfilme nach Mitternacht im deutschen Fernsehprogramm 100%ig zu:
6. Bibel-Konkordanz
Im Bibel-Kompass von GuteBotschaft.com gibt nun unter "Konkordanz" einen alphabetischen Nachweis von Schriftstellen für die wichtigsten biblischen Begriffe und Tatsachen.
http://www.solidrockfaith.com/BibelKompass.html
Rechtsradikaler Angriff in Mittweida
Im Fall des Neonazi-Angriffs auf eine 17-Jährige im sächsischen Mittweida hat die Polizei eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise auf die gesuchten Täter ausgesetzt. Bisher gebe es keine Zeugen des Angriffs am 3. November, bei dem der jungen Frau ein fünf Zentimeter großes Hakenkreuz in die Haut geritzt worden war, teilte die Polizei mit. Die Hinweise würden vertraulich behandelt. Der 17-Jährigen war Anfang November in Mittweida nach eigenen Angaben von vier Rechtsextremen in einem Wohngebiet brutal überfallen worden. Eine Polizei-Telefonnummer kann man wohl hier auf der Netzseite von Mittweida finden.
Laut der jungen Frau müssen Anwohner die Gewalttat beobachtet haben. Sie war zuvor einem sechsjährigen Aussiedlerkind zu Hilfe gekommen, das von den vier Männern herumgeschupst worden sein soll. Das Mädchen bestätigte die Angaben der jungen Frau. Zahlreiche öffentliche Zeugenaufrufe blieben allerdings bisher ohne Erfolg.
Hier ist ein offener Brief an ein sog. "Bündnis gegen Rechts". Damit meint man den Rechtsextremismus in dieser Region bekämpfen zu können.
Betreff: Rechtsradikaler Angriff in Mittweida
Sehr geehrte Damen und Herren,
schon seit längerem habe ich geplant, die Region Osterzgebirge zu besuchen. Ich komme ursprünglich aus dem Rheinland. Nun habe ich von dem Angriff dieser Neonazis auf eine Rußlanddeutsche gehört, was sehr bedauerlich ist, daß es zu solcher Gewalt kommt.
Mir liegt auf dem Herzen in all diesen häßlichen Plattenbautensiedlungen, Mietskasernen und auch den ländlichen Orten, wo die NPD bei Wahlen schon 25% erreicht hat (Rheinhardtsdorf-Schöna) das Frieden schaffende Evangelium Christi zu verkünden durch den Einsatz von Traktaten, Bannern und öffentlicher Predigt. Da gibt es in Chemnitz irgendwo diesen übergroßen Karl-Marx-Betonkopf. Von dort läßt sich wohl sehr gut verkündigen, daß dieser Kerl tot ist, aber Jesus Christus lebt und heute Seelen rettet, bis Er wiederkommt zum Gericht.
Beliegend sende ich Ihnen ein wenig Material, das Ihre Arbeit unterstützen soll. Hier ist eine Broschüre zum Thema „Toleranz“, zum Thema „Gewaltlosigkeit“ und zum Thema „Auswendiglernen von Bibelworten“. Das Wort Gottes ist das Evangelium des Friedens, das wir vorantreiben sollen (Epheser 6:15). Die Schöpfung, die verführt wurde und vom Schöpfer nichts wissen wollte, kann durch Jesus Christus, dem Sohn Gottes, wieder mit Gott versöhnt werden, denn Christus starb stellvertrtend am Kreuz und trug dort die Strafe für die Sünde des Menschen, so daß wir in Christus Frieden und Gemeinschaft mit Gott haben können.
Diesen Frieden, den uns Gott gibt (Johannes 14:27), gilt es, für viele junge Menschen wiederzuerlangen. Dann brauchen Sie nicht gewaltbereit am Marktplatz herumzustehen und Mitmenschen Hakenkreuze einzuritzen. In den Herzen, in denen der Friede Gottes regiert (Philipper 4:7). hat man das Verlangen in der Sächsischen Schweiz oder im Erzgebirge zu wandern anstatt zu prügeln. Man will sich am schönen Grün der Wälder erfreuen und nicht an braunen Gedanken und grauen Mietskasernen Diese Herzen sehnen sich nach einer Bibel und nicht nach Mein Kampf. Diese Herzen sehnen sich, in die Oberbärenburger Kapelle zu gehen, um dort Stille, Einkehr und Gebet zu finden. Da wo der Friede Gottes in den Herzen der Menschen regiert, möchten Menschen ein ruhig und stilles Leben führen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit (1. Timotheus 2:2). Solche Herzen sehen sich nicht nach einer rechtsextremen Kameradschaft, sondern nach einer christlichen Gemeinde wie z. B. der Bethesda Baptistengemeinde in Dresen.
Deshalb müssen wir jetzt auch in Sachsen im Glauben an Christus einige Schritte vorangehen.
Mit freundlichen Grüßen
[Die als Anlage beigelegten Traktate stammen von dem mennonitischen Verlag Rod&Staff in Kentucky, USA. Viele der von Rußlanddeutschen gegründeten Evangeliumschristengemeinden in Deutschland benutzen diese empfehlenswerten Materialien.]
Nun weden sog. "Streetworker" vom Landratsamt Mittweida gegen den Rechtsextremismus eingesetzt. Was ist das wieder für ein engleutsches Wort? Sollen das Straßenarbeiter sein? Oder hat dies mit Straßenbau oder Straßendienst zu tun? Lungern die jungen Rechtsradikalen dort nur auf der Straße herum, um Unfug zu treiben? Da habe ich eine gute Idee. Sie sollen sich an ihren eigenen Vorbildern orientieren. Da erinnere ich mich an den deutschen Stuka-Piloten Han-Ulrich Rudel, der mit seinen Einsätzen an der Ostfront eine unübertroffene fliegerische und soldatische Leistung erbracht hatte. Leider hat Oberst Rudel bis zu seinem Tod 1982 nie die Nazi-Ideologie abgelegt. Als Schlesier war er wohl an einem Deutschland interessiert, das die gesamten Ostgebiete umfaßt. Hans-Ulrich Rudel war allerdings kein hirnloser Schlägertyp wie die Herrschaften aus Mittweida. Rudel rauchte nicht und trank keinen Alkohol. Dafür wurde er am Anfang seiner Karriere in der Luftwaffe als komischer Kauz betrachtet. Jede freie Minute nutzte Rudel zum Sport: Zehnkampf, Eishockey, Schlittschuhlaufen, Fußball, Skilaufen, Dauerlauf usw. Er war wohl mit Fußballtrainer Sepp Herberger (WM 1954) befreundet. Damit war Rudel wohl kein saufender, gröhlender, fettleibiger Skinhead-Typ. Selbst mit einem amputiertem Bein und einer Schußverletzung im anderen Bein flog Rudel gegen Kriegsende weitere Einsätze. Selbst mit einem Beinstumpf konnte Rudel später sämtliche hohen Berge der Anden erklimmen.
So manche rechtsradikalen Kameradschaften und Skinheadgruppen könnten also wenigstens in Sportvereine umgewandelt werden, wenn die Kameraden bereit wären, sich an ihren angeblichen Leitbildern zu orientieren. Die sog. Skinhead-Szene hat darüber hinaus ihre eigene Art von schmuddeliger "Hard-Rock-Musik". Ich kann nicht verstehen, warum Neonazis, die so gerne "deutsch" sein wollen, sich mit einer "Musik" identifizieren, die US-amerikanischer Dekadenz entspringt. Würde Oberst Rudel solche Musik hören? Sicherlich nicht. Rudel selbst schreibt in seinem Buch "Mein Kriegstagebuch" über deutsche Weihanchtslieder:
"... wir feiern Weihnachten im Felde! Wir singen "Stille Nacht, heilige Nacht" und all die anderen Weihnachtslieder. Die rauhen Soldatenkehlen bekommen einen weicheren Klang. Dann geschieht das große Wunder in unseren Herzen. Die Gedanken an Angriff, Bomben, Flak, Treffer, Tod weichen vor einem sonderbaren Gefühl von Frieden, stillem, sanften Frieden. Und wir können an die schönsten und höchsten Dinge denken, genauso wie an Nüsse und Punsch und Pfefferkuchen. Die schönsten deutschen Weihnachtslieder sind nun verklungen, ich erzähle etwas über das deutsche Weihnachten, meine Soldaten sollen heute in mir den Kameraden merken, nicht den Vorgesetzten. Wir sind noch einige Stunden fröhlich zusammen, dann ist der Heilige Abend vorbei."
Bei den Neonazis in Mittweida ist also das von Rudel erfahrene "Wunder in unseren Herzen" noch überfällig!
Wahrer Friede für das Herz gibt es bei Jesus Christus und nicht bei Neonazis. Hitler ist tot. Jesus lebt!Da wir bald Weihnachten haben und selbst der aus der Görlitzer Gegend stammende Oberst Rudel deutsche Weihnachtslieder schätzte, und weil Mittweida am Rand des Erzgebirges liegt, möchte ich folgende Musikempfehlung machen:




